Donnerstag, 13. Januar 2022

„Maßnahmen reichen nicht aus, um Infektionen einzudämmen“

Die unabhängige Stiftung Gimbe zeigt sich besorgt wegen der hohen Zahl der Neuinfektionen: „Es werden unzureichenden Maßnahmen zur Eindämmung vorgenommen“, kritisiert die Stiftung.Die Zahl der neuen Covid-19-Fälle ist in einer Woche – bis zum 11. Jänner – um 49 Prozent gestiegen: 1,20 Millionen gegenüber 810.535 in der Vorwoche.

In 56 Provinzen übersteigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen 2000 Fälle pro 100.000 Einwohner.
In 56 Provinzen übersteigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen 2000 Fälle pro 100.000 Einwohner. - Foto: © APA / HANS KLAUS TECHT
Auch die Zahl der insgesamt Infizierten ist stark angestiegen. 2.134.139 gegenüber 1.265.297 in der Vorwoche: ein Anstieg von 68,7 Prozent.


In 56 Provinzen übersteigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen 2000 Fälle pro 100.000 Einwohner. Die unabhängige Stiftung Gimbe nimmt das zum Anlass, „unzureichenden Maßnahmen zur Eindämmung des Anstiegs von Ansteckungen“ zu beklagen.

Vom 5. bis 11. Jänner habe „der Druck auf die Krankenhäuser weiter zugenommen, sowohl auf den Normal- als auch auf den Intensivstationen“. Die Zahl der Einweisungen von Covid-19-Patienten mit Symptomen stieg um 31 Prozent (von 12.912 in der Vorwoche auf 17.067) und die der Intensivstationen um 20,5 Prozent (von 1392 auf 1677). Aber auch mehr Todesfälle sind zu beklagen: 35,4 Prozent. Die Stiftung Gimbe weist darauf hin, dass „die Überlastung der Krankenhäuser dazu führt, dass die Behandlung anderer Krankheiten aufgeschoben wird“. Wie berichtet, hatte die Vereinigung der Chirurgen auf Ausfälle von Operationsterminen in dramatischem Umfang hingewiesen.

Impfpflicht für über 50-Jährige zeigt bisher keine Effekte

In der Woche vom 3. Jänner gab es 483.512 Neuimpfungen (plus 62,1 Prozent) gegenüber 298.253 in der Vorwoche. Der Anstieg betrifft vor allem die Altersgruppe der 5-11-Jährigen (267.412; plus 53,3 Prozent) und die der 12-19-Jährigen (61.778; plus 65,5 Prozent), „während die jüngste Einführung der Impfpflicht für die über 50-Jährigen noch nicht viel bewirkt hat, da in dieser Altersgruppe nur 73.690 Personen neu geimpft wurden“.

Am 11. Jänner hatten 8,61 Millionen Menschen noch nicht einmal eine Dosis erhalten, darunter 2,21 Millionen über 50-Jährige, für die ein hohes Risiko für schwere Erkrankungen und Krankenhausaufenthalte besteht.

ansa/kn