Was aus der jüngsten Analyse des Landesinstituts für Statistik ASTAT noch hervorgeht: Nur der kleinste Teil der Skiunfälle passierte auf der schwarzen Piste, die meisten Verletzungen betreffen das Knie.<BR /><BR />Die Temperaturen sind frostig kalt, es fällt der erste Schnee – dieser Tage weiß jeder, die Skisaison steht in den Startlöchern. Passend dazu hat das ASTAT eine Analyse zu den Unfallereignissen auf Südtirols Skipisten im vergangenen Winter publiziert. <h3> 800 Unfälle mehr als im Vorjahr</h3>Es stellt sich heraus, dass die Zahl an Unfällen im Vergleich zum Vorjahr um knapp 800 Stück auf insgesamt 11.905 gestiegen ist. Rund ein Viertel hiervon wurde von Skifahrern zwischen 11 und 20 Jahren verursacht, der Großteil der Stürze erfolgte ohne Fremdbeteiligung. Auffallend ist: Nur die wenigsten Unfälle passierten auf den steilsten Pisten; die schwarze Kategorie macht nicht einmal zehn Prozent aus.<BR /><BR />Ob nun Männer oder Frauen die besseren Skifahrer sind, lässt sich nicht sagen, denn beide Geschlechter liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen – es bleibt beim Unentschieden: 50,7 Prozent der Unfälle wurden von Frauen verursacht, 49,3 gehen auf die Kappe der Männer. <h3> Knie am häufigsten verletzt</h3>Was Herkunft der Verunglückten anbelangt, so steht Italien – inklusive Südtirol – an erster Stelle. Es folgen Deutsche mit 25,9 Prozent, Österreich und die Schweiz machen nur jeweils einen Prozentpunkt aus. Eine Zahl, die dafür spricht, dass Südtirols Tourismus internationaler wird: 18,4 Prozent der Unfälle wurden von Skifahrern anderer europäischer Länder verursacht, sechs Prozent gehen auf Nicht-EU-Länder zurück. Im Winter 2022/23 waren dies noch 15,5 und 4,3 Prozent.<BR /><BR />Die mit Abstand meisten Verletzungen auf der Piste betreffen das Knie, den zweiten Platz belegt die Schulter. Beide Körperteile zusammen machen knapp die Hälfte aller Verletzungen aus. Was die Art der Verletzung anbelangt, so stehen Prellungen an erster Stelle, gefolgt von Verstauchung und Zerrung. Jeder fünfte Unfall endet mit einer Fraktur.<h3> Sicherheit geht vor</h3>Das Knie scheint bei den Frauen anfälliger als bei den Männern, bei der Schulter ist es umgekehrt. Bezieht man sich auf die Altersgruppe zwischen 51 und 60 Jahren – diese verzeichnet die meisten Knie- und Schulterverletzungen –, sieht man, dass 70 Prozent der Knieverletzungen auf Frauen zurückgehen. Indes erleiden Männer 61,8 Prozent der Schulterverletzungen. Nichtsdestotrotz sollte man sich kurz vor Saisonstart nicht den Spaß am Skisport nehmen lassen: Immerhin steht dieser fast an oberster Stelle, nur die Sicherheit geht vor.