Dienstag, 17. November 2015

128 Durchsuchungen in der Nacht in Frankreich

In der Nacht auf Dienstag sind in Frankreich 128 Wohnungen durchsucht worden. Die Razzien seien im Rahmen des Ausnahmezustands erfolgt, sagte der französische Innenminister Bernard Cazeneuve dem Radiosender France Info am Dienstagmorgen.

Foto: © LaPresse

Die Polizei komme bei ihren Ermittlungen gegen die Hintermänner der Pariser Anschläge rasch voran, sagt Cazeneuve. Details nennt er nicht.

Nach der Mordserie vom Freitag mit mindestens 129 Todesopfern seien landesweit 115.000 Polizisten und Soldaten mobilisiert worden, sagte er. In der Nacht auf Montag hatte es 168 Durchsuchungen gegeben, die zu 23 Festnahmen führten und bei denen 31 Waffen gefunden wurden. Sie erfolgten im islamistischen Milieu insbesondere in den Regionen von Paris, Lyon, Grenoble, Toulouse und Lille.

Der Ausnahmezustand war nach den Anschlägen mit 129 Toten am Freitagabend von Präsident Francois Hollande verhängt worden. Er erlaubt insbesondere Durchsuchungen in der Nacht ohne richterlichen Beschluss.

apa/afp/reuters/dpa

stol