Dienstag, 31. August 2021

13-Jähriger nach Sturz mit E-Roller nahe Mailand gestorben

Ein 13-jähriger Bub ist am Montagnachmittag in Sesto San Giovanni bei Mailand mit seinem E-Roller gestürzt und danach im Krankenhaus gestorben.

Der 13-Jährige erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Der 13-Jährige erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. - Foto: © shutterstock
Das Kind hatte einen Freund gebeten, seinen Tretroller ausprobieren zu dürfen. Auf einem Fahrradweg stürzte der Bub und schlug mit dem Kopf aufs Pflaster. „Mit 13 Jahren so zu sterben, das geht einfach nicht“, sagte Bürgermeister Roberto Di Stefano und drückte der Familie das Beileid aus.

Nach dem tödlichen Unfall wächst in Italien die Forderung nach einer Regelung für E-Roller. Der Verkehrsausschuss der Abgeordnetenkammer arbeitet an einem Gesetzentwurf, der Minderjährigen das Fahren mit E-Scootern verbietet.

Vorgesehen sind auch eine Helmpflicht sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde auf Straßen und von 20 Kilometern pro Stunde auf Fahrradwegen. Elektroroller sollen nicht auf Gehsteigen fahren oder geparkt werden dürfen.

Studie: E-Roller gefährlicher als Fahrräder

Eine kürzlich in den USA durchgeführte und im Fachblatt JAMA Surgery veröffentlichte Studie ergab, dass Elektroroller gefährlicher sind als Fahrräder; Verletzungs- und Unfallrisiko seien höher.

„Wenn diese vernünftigen Maßnahmen, die der Verkehrsausschuss plant, früher umgesetzt worden wären, hätten viele Unfälle und Verletzungen verhindert werden können“, beklagt der italienische Konsumentenschutzverband Codacons.

Die Zahl der E-Roller in Italien hat während der Coronapandemie stark zugenommen. Viele Menschen meiden die öffentlichen Verkehrsmittel, in denen strenge Abstandsregeln eingehalten werden müssen, und setzen daher auf diese Form der Mobilität. Dabei kam es zuletzt wiederholt zu Unfällen mit den Elektrofahrzeugen.

apa