<BR /><BR />Am 20. Dezember 2012 wird Lida Taffi Pamio in ihrer Wohnung in Mestre grausam ermordet: erschlagen, erwürgt und erstochen. Die Ermittlungen zielen schnell auf Monica Busetto (damals 48 Jahre alt) Pflegerin und Nachbarin der Witwe. <BR /><h3> 2014 verhaftet – Wegen drei Pikogramm DNA des Opfers</h3> Demnach sei ihr Motiv ein Diebstahl gewesen. 2014 wird sie verhaftet, 2018 zu 25 Jahren Haft verurteilt – maßgeblich wegen drei Pikogramm DNA der Opfer auf einer Kette in Busettos Haus. <BR /><BR />Doch die Verteidigung spricht von Kontamination: Die DNA wurde erst bei der dritten Analyse in einem römischen Labor nachgewiesen, zusammen mit anderen Tatortspuren. <BR /><BR />2015 der Wendepunkt: Susanna Lazzarini gesteht den Mord an Pamio und einen weiteren in Mestre. Sie behauptet, allein gehandelt zu haben – Busetto wird aus der Haft entlassen. <h3> Lazzarini ändert Aussage und beschuldigt Busetto der Mittäterschaft </h3> Doch Lazzarini ändert ihre Aussage und beschuldigt Busetto der Mittäterschaft. Das Ergebnis: Beide werden für denselben Mord verurteilt – Busetto zu 25 und Lazzarini zu 20 Jahren Haft. <BR /><BR />Busettos Anwälte fordern eine Revision der Urteile: „Derselbe Mord, zwei Täter – das ist unvereinbar.“ Ein Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens beim Berufungsgericht in Trient scheitert im März 2024, 2025 bestätigt der Kassationsgerichtshof das Urteil. <BR /><BR />Neue Beweise, darunter eine anonyme Nachricht, sollen nun eine Wiederaufnahme des Verfahrens stützen – ein entsprechender Antrag der Verteidigung wurde nun angenommen. Busetto, die mittlerweile 62 Jahre alt ist, sitzt in Verona ein, und hat über acht Jahre Haft hinter sich. <BR /><BR />Der Fall sorgt staatsweit für Aufsehen: Ein Vorverhandlungsrichter sagte lapidar, das Urteil sei „fehlerhaft“. In der TV-Sendung „Le Iene“ war der Fall am gestrigen Sonntag Thema. Dort wurde auch ein 600 Seiten starkes Buch („Lo Stato italiano contro Monica Busetto“, erschienen 2023) erwähnt, mit dem erklärt wird, warum die Frau unschuldig ist.