Mittwoch, 08. April 2015

13.000 mögliche Steuerhinterzieher vor Gericht

Die italienische Finanzpolizei hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr mehr als 13.000 mutmaßliche Steuerhinterzieher vor Gericht gebracht.

Foto: © APA

In mehr als der Hälfte dieser Fälle seien dem Staat überhaupt keine Einnahmen gemeldet worden, teilte die Behörde am Mittwoch mit.

Im selben Zeitraum seien 146 Bürger wegen Steuervergehen ins Gefängnis gekommen und Güter im Wert von 1,2 Milliarden Euro beschlagnahmt worden.

Der Bericht der für Steuer- und Finanzkriminalität verantwortlichen Behörde bietet von der Steuerhinterziehung bis zur Schwarzarbeit einen Querschnitt nahezu aller Probleme, unter denen Italiens Wirtschaft leidet. So wurden bei 32 Prozent aller untersuchten Kassenbelege Unregelmäßigkeiten festgestellt. Insgesamt entdeckte die Behörde fast 12.000 Schwarzarbeiter und mehr als 13.000 Menschen in einem ungeregelten Arbeitsverhältnis. Über 5.000 Arbeitgeber wurden vor Gericht gebracht.

Ebenso geht aus dem Bericht hervor, dass beinahe 670 Millionen Euro europäischer Hilfsgelder unbegründet bezogen oder beansprucht wurden.

apa/afp

stol