Samstag, 25. April 2015

14 Flüchtlinge in Mazedonien von Zug überrollt

Auf einer Bahnstrecke in Mazedonien sind 14 Flüchtlinge von einem Zug überrollt und getötet worden. Sie gehörten nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Freitag zu einer Gruppe von rund 50 Migranten vor allem aus Afghanistan und Somalia, die in der Nacht auf den Schienen unterwegs waren.

Foto: © shutterstock

Die Unglücksstelle liegt an einer immer stärker frequentierten Flüchtlingsroute am Landweg Richtung EU.

Zu dem Unfall kam es am Donnerstagabend gegen 22.30 Uhr südlich der Hauptstadt Skopje zwei Kilometer vor dem Bahnhof Pcinja. Der Lokführer habe die Menschen auf oder neben den Bahngleisen gesehen und gehupt und gebremst, den Zug aber nicht rechtzeitig zum Stehen bringen können erklärte die Staatsanwaltschaft am Freitag. Mindestens 14 Menschen von ihnen wurden getötet. Die Rettungsarbeiten waren schwierig, weil der Unfallort tief in einer Schlucht liegt.

Laut Medienberichten war die Gruppe vermutlich über die Türkei und Griechenland kommend auf dem Weg Richtung Serbien, um von dort nach Ungarn und damit in die EU zu gelangen. Mazedonien ist ein wichtiges Transitland für Flüchtlinge aus Afrika und dem Nahen Osten auf dem Weg nach Nord- und Westeuropa.

Flüchtlingsgruppen werden von Schleppern angewiesen, nachts auf den Bahnschienen zu gehen, um sich nicht zu verirren und um der Polizei zu entgehen. Nach Angaben von Polizeisprecherin Anita Stojkovska starben in den vergangenen sechs Monaten auf derselben Bahnstrecke nahe der Stadt Veles im Zentrum des Landes rund ein Dutzend weitere Flüchtlinge.

apa/afp/dpa/reuters

stol