Im Jahr 2020 hat die „absolute Armut“ in Italien den Höhepunkt erreicht, heißt es vom Istat. Mit den neuen Zahlen aus dem Jahr 2021 wird dieser Wert bestätigt bzw. sogar noch übertroffen. 5,6 Millionen Einzelpersonen in „absoluter Armut“ sind nämlich um ganze 9,4 Prozent mehr als im vorhergehenden Jahr. <BR /><BR />Aufgeschlüsselt auf die Altersgruppen gibt es in Italien knapp 1,4 Millionen Kinder, die 2021 in „absoluter Armut“ lebten – das sind um 14,2 Prozent mehr als im Jahr 2020. <BR /><BR /><b>Gesunkene Kaufkraft und gestiegene Inflation</b><BR /><BR />Die gestiegene Armut in Italien hänge laut Istat mit mehreren Faktoren zusammen: So sei in den vergangenen Monaten einerseits die Kaufkraft beträchtlich gesunken und andererseits die Inflation angestiegen.<BR /><BR /><b>Norden deutlich besser als Süden</b><BR /><BR />Laut Istat ist die Zahl der von „absoluter Armut“ betroffenen Haushalte im Süden Italiens deutlich höher (10 Prozent gegenüber 9,4 Prozent im Jahr 2020), während sie im Norden (6,7 Prozent gegenüber 7,6 Prozent im Jahr 2020) und insbesondere im Nordwesten (6,7 Prozent gegenüber 7,9 Prozent im Jahr 2020) deutlich sinkt. <BR /><BR />Auch bei den Einzelpersonen verzeichnet der Norden eine deutliche Verbesserung der „absoluten Armutsquote“: Sie sank im Jahr 2021 von 9,3 Prozent (2020) auf 8,2 Prozent. <BR />