Das Opfer aus Moncalieri bei Turin soll laut der Anzeige seiner Mutter in einem Raum eingesperrt und schwer körperlich misshandelt worden sein. Zu den mutmaßlichen Übergriffen gehörten unter anderem, dass eine Zigarette auf seinem Knöchel ausgedrückt, ihm Haarbüschel ausgerissen und die Augenbrauen abrasiert wurden. Der Teenager wurde zudem gezwungen, in einen Fluss zu springen. <BR /><BR />Erst am nächsten Morgen, dem 1. November, konnte er freikommen und seine Eltern kontaktieren. Nachdem er völlig durchnässt nach Hause zurückgekehrt war, machte seine Mutter den Vorfall in den sozialen Medien öffentlich. <h3> Handys werden überprüft</h3>Bei den Verdächtigen handelt es sich um zwei Burschen und ein Mädchen im Alter von 14, 15 und 16 Jahren, die bereits früher wegen Sachbeschädigung strafrechtlich aufgefallen sein sollen. Die Carabinieri überprüfen derzeit die Mobiltelefone der Jugendlichen, da sie möglicherweise Videos der Gewalttaten aufgenommen haben. Ihre Handys wurden beschlagnahmt. „Sie lockten meinen Sohn unter dem Vorwand, Freunde zu sein“, schrieb die Mutter des Opfers auf ihren sozialen Netzwerken.<BR /><BR />Das Opfer hat laut Berichten eine Aufmerksamkeits- und Lernbehinderung. Einer der drei Verdächtigen soll ein Schulfreund des Teenagers sein. Laut der bei den Carabinieri eingereichten Anzeige soll der 15-Jährige von seinem Mitschüler überredet worden sein, am Abend des 31. Oktober nicht zum Großvater nach Hause zu gehen, sondern ihm in eine Wohnung ohne Erwachsene zu folgen - gemeinsam mit einem weiteren Burschen und einem Mädchen.<h3> „Für sein Leben gezeichnet“</h3>Die Mutter des Opfers berichtete, dass ihr Sohn zusammen mit seinem Schulfreund von einer Gemeinde im Umland losgezogen sei - und von dort an begann der Albtraum. „Wir versuchen, nach vorn zu blicken, aber wir wissen, dass er für sein Leben gezeichnet ist. Die körperlichen Probleme werden vorübergehen, aber die psychischen Folgen werden ihn für immer begleiten“, sagte sie.<BR /><BR />Paolo Montagna, Bürgermeister der Stadt Moncalieri, zeigte sich erschüttert über den Vorfall: „Das ist eine entsetzliche Geschichte, und ich hoffe, die Strafverfolgungsbehörden werden sie bald aufklären. Ungeachtet des Ergebnisses der Ermittlungen wird dieser Vorfall eine unauslöschliche Narbe im Leben eines jungen Mannes und seiner Familie hinterlassen“, erklärte Montagna.