Der 15-Jährige war verhaftet worden, nachdem die Ermittler Hinweise auf einen Fluchtplan gefunden haben wollten. In der Folge wurde der Jugendliche in einer therapeutischen Wohngemeinschaft außerhalb von Südtirol untergebracht, wo er sich nach wie vor befindet. Die Experten der Einrichtung sind auf die psychologische Begleitung von Jugendlichen spezialisiert, die in Terror-Kreise geraten sind.<BR /><BR />Dem 15-Jährigen wurde die Beteiligung an einer Terrorvereinigung zur Last gelegt sowie die Vorbereitung eines Anschlags. Der Jugendliche sei von der internationalen, übers Internet operierenden Sekte 764 radikalisiert worden. Er wurde u.a. verdächtigt, einen Molotowcocktail gebaut und gezündet sowie öffentliche Flächen mit Sekten-Symbolen beschmiert zu haben. Auch habe man bei ihm laut Anklage pädopornografisches Material gefunden. <BR /><BR />Zur gestrigen Vorverhandlung am Bozner Jugendgericht wurde der 15-Jährige per Video aus der Wohngemeinschaft zugeschaltet. Er bekräftigte, dass er im Nachhinein sogar froh über seine Verhaftung sei: Nun habe er die Chance, die Weichen für ein normales Leben zu stellen. Er bereue seine Taten.<BR /><BR />Vorverhandlungsrichterin Libera Giorgi hat dem 15-Jährigen eine 18-monatige Probezeit auferlegt, während der et in der therapeutischen Wohngemeinschaft bleiben und weiterhin am Resozialisierungsprogramm mitarbeiten muss, das für ihn erstellt wurde.<BR /><BR />„Auch aus der Wohngemeinschaft gibt es nur positive Rückmeldungen zum Verhalten meines Mandanten, er arbeitet bereitwillig am Programm mit. Er besucht eine landwirtschaftliche Oberschule, da er sich für Tiere und Pflanzen interessiert“, sagte der Verteidiger des 15-Jährigen, Karl Schwienbacher. <BR /><BR />Das Verfahren wurde gestern formell bis zum Ablauf der Probezeit ausgesetzt. Am 14. September werden die Fortschritte des Jugendlichen im Rahmen einer Zwischenverhandlung geprüft.