Dienstag, 22. Dezember 2015

15 Messerstiche im Leib: Frau spricht noch mit Sohn (7) und stirbt

Der 40-jährige Carlo Quarta aus Trient hat am 12. März 2015 seine Exfrau Carmela Morlino (35) vor den Augen der eigenen Kinder mit 15 Messerstichen ermordet. In der Urteilsbegründung finden sich erschaudernde Details.

Ein Bild des Grauens: Vor der Wohnung in Zivignago hat Marco Quarta seine Frau Carmela Morlino (i.B.) mit Messerstichen getötet. - L'Adige
Ein Bild des Grauens: Vor der Wohnung in Zivignago hat Marco Quarta seine Frau Carmela Morlino (i.B.) mit Messerstichen getötet. - L'Adige - Foto: © STOL

30 Jahre Haft für 15 Stiche? Im November hatte der Richter am Trientner Landesgericht im verkürzten Verfahren über den 40-jährigen Immobilienhändler aus Trient 30 Jahre Haft verhängt (STOL hat berichtet). Nun folgte die Urteilsbegründung. 

Besonders grausam und geplant

Demnach hat der Richter alle mildernden Umstände für Quarta ausgeschlossen. Als erschwerende Umstände führte er die besondere Grausamkeit an und die Tatsache, dass Quarta die Bluttat und die anschließende Flucht minutiös geplant und ausgeführt habe. 

Am 12. März war Quarta von Trient nach Zivignago – in der  Nähe von Pergine – gefahren, wo es zur Bluttat kam. Er hatte ein 20 Zentimeter langes Messer mitgenommen, sich eine Campingausrüstung besorgt und seinen Hund seinem Bruder anvertraut.

Am Abend hatte er schließlich seiner Ex-Frau aufgelauert und sie vor den Augen der beiden gemeinsamen Kinder (4 und 7 Jahre alt) mit Messerstichen brutal ermordet.

"Ich liebe dich auch"

Was nun aus der Urteilsbegründung hervorgeht: Nachdem Quarta seine sterbende Ex-Frau auf der Schwelle ihrer Wohnung zurückgelassen hatte, konnte ihr 7-jähriger Sohn ihr noch zuflüstern: „Ich liebe dich“. Sterbend antwortete seine Mutter: „Ich dich auch“.

Nach einer Woche gefasst

Quarta selbst war nach der Tat geflohen und erst nach einer Woche in der Nähe von Rovigo (Venetien) gefasst worden (STOL hat berichtet).  

Die Carabinieri waren von einer Frau avisiert worden, die Quarta erkannt hatte. Sein Bild war in ganz Italien in den Medien veröffentlicht worden. 

stol/rc

stol