30 Jahre Haft für 15 Stiche? Im November hatte der Richter am Trientner Landesgericht im verkürzten Verfahren über den 40-jährigen Immobilienhändler aus Trient 30 Jahre Haft verhängt (STOL hat berichtet). Nun folgte die Urteilsbegründung. Besonders grausam und geplantDemnach hat der Richter alle mildernden Umstände für Quarta ausgeschlossen. Als erschwerende Umstände führte er die besondere Grausamkeit an und die Tatsache, dass Quarta die Bluttat und die anschließende Flucht minutiös geplant und ausgeführt habe. Am 12. März war Quarta von Trient nach Zivignago – in der Nähe von Pergine – gefahren, wo es zur Bluttat kam. Er hatte ein 20 Zentimeter langes Messer mitgenommen, sich eine Campingausrüstung besorgt und seinen Hund seinem Bruder anvertraut.Am Abend hatte er schließlich seiner Ex-Frau aufgelauert und sie vor den Augen der beiden gemeinsamen Kinder (4 und 7 Jahre alt) mit Messerstichen brutal ermordet."Ich liebe dich auch"Was nun aus der Urteilsbegründung hervorgeht: Nachdem Quarta seine sterbende Ex-Frau auf der Schwelle ihrer Wohnung zurückgelassen hatte, konnte ihr 7-jähriger Sohn ihr noch zuflüstern: „Ich liebe dich“. Sterbend antwortete seine Mutter: „Ich dich auch“.Nach einer Woche gefasstQuarta selbst war nach der Tat geflohen und erst nach einer Woche in der Nähe von Rovigo (Venetien) gefasst worden (STOL hat berichtet). Die Carabinieri waren von einer Frau avisiert worden, die Quarta erkannt hatte. Sein Bild war in ganz Italien in den Medien veröffentlicht worden. stol/rc