Diese Zahl nannte Landesrat Daniel Alfreider in einer schriftlichen Antwort auf eine Anfrage der Süd-Tiroler Freiheit (STF). <BR /><BR />Die 4 Landtagsabgeordneten der STF – Myriam Atz Tammerle, Sven Knoll, Hannes Rabensteiner und Bernhard Zimmerhofer – wollen in ihrer Anfrage vom Landesrat auch wissen, wann man mit einer Senkung der Kosten rechnen könne. Unbestritten reißt der Führerschein Löcher in jede Haushaltskasse. Beiträge gibt es nicht, auch nicht für spezielle Bevölkerungsgruppen wie etwa Menschen mit Beeinträchtigung. Einzige vom Landesrat aufgeführte Ausnahme: der staatliche „bonus patente“ für Schwerkraftfahrzeuge, zugänglich für junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren. Der gesamtstaatliche „Click day“ für diesen Bonus war der vergangenen 4. März. Der Bonus deckt 80 Prozent der Spesen für diesen Führerschein ab – bis zu einem Maximum von 2500 Euro. <BR /><BR />Es gibt aber auch keine festen Tarife für die Dienstleistungen der privatwirtschaftlichen Fahrschulen, die ihre Preise etwa für eine Fahrstunde frei festlegen können. Und genau darüber klärt Landesrat Alfreider die 4 Anfragesteller auf: „Fahrschulen sind in Italien Konkurrenten in einer freien Marktwirtschaft.“ In einer solchen bestimmten Angebot und Nachfrage den Preis. <BR /><BR />Feste Tarife gibt es hingegen für alle Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung im Zusammenhang mit dem Erwerb eines Führerscheines. 26,40 Euro sind es für das Führerscheinamt, 32 Euro zahlt man für die Stempelmarke und 26,76 Euro kommen hinzu, werden die Prüfungen außerhalb Südtirols abgelegt. <BR /><BR />Der Führerschein ist also ein teurer „Spaß“. Wohl dem, der ihn im ersten Anlauf schafft. Wie viele zumindest einen zweiten Anlauf brauchen, auch das wollten die 4 STF-Abgeordneten von Alfreider wissen. Laut dessen Daten schwankte der Anteil der „Durchfaller“ in den vergangenen Jahren zwischen einem Viertel und einem Drittel. So waren es 2019 knapp 30 Prozent, 2020 23,18 Prozent, 2021 knapp 26 Prozent, 2022 30,81 Prozent und im Vorjahr sogar 31,15 Prozent. Zumindest in den vergangenen 4 Jahren zeigt die Kurve nach oben bzw. der Anteil derer, die für ihren Führerschein nur einen Anlauf benötigen, sinkt. <BR />