Trotz bundesweiter Kritik verzeichnet das rechtspopulistische „Pegida“-Bündnis in Deutschland weiter Zulauf.Nach Angaben der Polizei folgten am Montagabend in Dresden rund 15.000 Menschen dem Demonstrationsaufruf der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ („Pegida“).Sie gingen unter anderem gegen eine angebliche Überfremdung des Landes und für ein schärferes Asylgesetz auf die Straße. Es war die neunte und bisher größte „Pegida“-Demonstration in Folge.An Gegenkundgebungen, zu denen die Bündnisse „Dresden für alle“ und „Dresden Nazifrei“ aufgerufen hatten, beteiligten sich laut Polizei mehr als 6.500 Menschen.Während „Pegida“ immer mehr Zulauf erhält, streitet die Politik über den richtigen Umgang mit den Rechtspopulisten.Insbesondere die Koalitionspartner SPD und CSU liefern sich Auseinandersetzungen, nachdem Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) die Aktionen als „Schande für Deutschland“ verurteilt hat.CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer nannte dies eine „ungeheure Verunglimpfung“.SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi konterte jetzt in der „Passauer Neuen Presse“ (Dienstag), Scheuer „liegt mal wieder komplett daneben“. apa/dpa