Donnerstag, 19. März 2020

150.000 Kopfschlauchtücher für Südtirol

In den letzten 2 Tagen sind in Südtirol 100.000 Kopfschlauchtücher angekommen, die vom Bozner Unternehmen TEXmarket/Cottontex in Rekordzeit auf Anfrage des Zivilschutzes und des Südtiroler Sanitätsbetriebes produziert wurden.

In Rekordzeit konnten die 150.000 Kopfschlauchtücher für Südtirol produziert werden. Diese bieten zwar keinen vollwertigen Schutz vor Ansteckung, sollen aber helfen, die Infektionskette zu unterbrechen.
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In Rekordzeit konnten die 150.000 Kopfschlauchtücher für Südtirol produziert werden. Diese bieten zwar keinen vollwertigen Schutz vor Ansteckung, sollen aber helfen, die Infektionskette zu unterbrechen. - Foto: © Unternehmerverband Südtirol
Am Freitag ist die Lieferung der letzten 50.000 vorgesehen, insgesamt werden somit 150.000 Schlauchtücher bereitgestellt.

Wie die Spitzen der Südtiroler Landesregierung und des Sanitätswesens unterstrichen, kann das Tragen eines Schlauchtuches, mit dem Nase und Mund abgedeckt werden, bei der Eindämmung von neuen Coronavirusinfektionen helfen. Sie stellen aber keinen sicheren Schutz vor einer Ansteckung dar.

Wer spricht, soll das Schlauchtuch tragen und den Mund bedecken, um zu vermeiden, dass Flüssigkeiten verstreut und Personen, die in der Nähe sind, angesteckt werden. Aus diesem Grund will der Zivilschutz diese an stark besuchten Orten wie Supermärkten, Tabaktrafiken oder öffentlichen Büros austeilen.

„Der Südtiroler Sanitätsbetrieb hat uns am vergangenen Freitag bezüglich der raschen Lieferung von Schlauchtüchern kontaktiert. Es passiert nicht oft, dass man so einen wichtigen Beitrag für das eigene Land leisten kann: Alles Mögliche zu tun, um dieser Anfrage nachzukommen war deshalb für uns selbstverständlich“, erzählt Firmengründer Christoph Widmann.

Im Werk in Timisoara in Rumänien, wo TEXmarket seit 1993 hochwertige Sportartikel produziert, war es möglich, die Tätigkeit umzurüsten und somit den Großteil der Produktion auf die Herstellung der Schlauchtücher auszurichten.

Für den Transport von Rumänien nach Bozen hat TEXmarket auf einen privaten Spediteur gesetzt: Zu hoch sei die Gefahr, dass die Produkte an der Grenze blockiert würden. „Wir sind wirklich sehr froh, dass es zu keinen Verspätungen bei der Lieferung kam und wir unser Versprechen einhalten konnten“, so Widmann abschließend.

stol

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