Montag, 02. März 2020

16-Jähriger bei Raubversuch erschossen

Ein Neapolitaner (16) ist am Sonntag von einem Carabiniere in Zivil erschossen worden, den er im Zentrum der Vesuvstadt mit einer Spielzeugpistole bedroht hatte.

Ugo Rosso wurde von einem Carabiniere in Zivil bei einem Raubversuch erschossen.
Ugo Rosso wurde von einem Carabiniere in Zivil bei einem Raubversuch erschossen. - Foto: © ANSA / FACEBOOK UGO RUSSO
Der Carabiniere (23) saß mit seiner Freundin im Auto, als sich ein Scooter mit 2 Teenagern ihnen näherte. Ugo Russo (16) zückte die Spielzeugpistole und verlangte vom Carabiniere dessen Rolex-Uhr.

Dieser gab 3 Schüsse aus der Dienstwaffe des Typs Beretta 92 FS ab. 2 Kugeln trafen Russo am Kopf und in der Herzgegend.

Er starb im Krankenhaus Vecchio Pellegrini.

Seine Freunde verwüsteten aus Wut die Notaufnahme des Spitals, die geschlossen werden musste. Die Patienten wurden in andere Spitäler eingeliefert.



Ugos Vater sagte: „Die Tötung eines Minderjährigen ist nie gerechtfertigt – unabhängig von dem, was er getan hat.“ Russos Komplize (17) wurde gefasst.

Lega-Chef Matteo Salvini zeigte sich mit dem Carabiniere solidarisch, habe er doch aus Notwehr gehandelt. Der Fall löste eine Debatte über Jugendbanden in Neapel aus, die zum Teil im Dienst von Camorra-Clans stehen.

apa

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