Bis zum 31. Dezember 2023 waren in Südtirol insgesamt 2125 Menschen mit Beeinträchtigung in privaten und öffentlichen Unternehmen beschäftigt. Allerdings sind noch etwa 3200 Arbeitsplätze innerhalb der Quotenregelung unbesetzt. Diese Zahlen gaben Landesrätin für Arbeit, Magdalena Amhof sowie Magdalena Oberrauch, Direktorin des Amtes für Arbeitsmarktintegration, bei einer Pressekonferenz am heutigen Freitag bekannt.<BR /><BR />„Die Arbeitsintegrationsmaßnahmen fördern die soziale Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Jede Person, die aktiv am Arbeitsmarkt teilnimmt, stellt aber auch einen Mehrwert für die Unternehmen und die Gesellschaft dar“, betonte Amhof. <h3> 30 Prozent durch berufliche Integrationsmaßnahmen oder Weiterbildungen vermittelt</h3>Zu den Maßnahmen zur gezielten Arbeitsmarktintegration gehören laut der italienischen Nachrichtenagentur „Ansa“ unter anderem die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch eine medizinische Kommission, die Arbeitsplatzanalyse und andere Unterstützungsformen. Während rund 70 Prozent der registrierten Personen direkt vermittelt wurden, waren bei etwa 30 Prozent berufliche Integrationsmaßnahmen oder berufliche Weiterbildungen erforderlich.<BR /><BR />Aktuell (Stand August 2024) stehen noch 432 Personen auf den Listen für eine gezielte Arbeitsvermittlung, wobei fast die Hälfte der Betroffenen über 50 Jahre alt ist. „Ein wachsender Anteil der Menschen, die sich an uns wenden, hat im Laufe ihres Berufslebens eine Krankheit erlitten und kann den früheren Beruf nicht mehr ausüben. Mit zunehmendem Alter ist berufliche Umqualifizierung oft nur noch eingeschränkt möglich“, erklärte Oberrauch.<h3> Maßnahmen zielen auf stabile und langfristige Arbeitsverhältnisse </h3>In vielen Fällen erfolgt die berufliche Integration von Menschen mit psychischen Erkrankungen oder kognitiven Defiziten über individuelle Maßnahmen, die eine schrittweise Integration von Menschen mit Beeinträchtigung in den Arbeitsmarkt ermöglichen. Diese Maßnahmen beinhalten oft Unterstützung sowohl für die Mitarbeiter als auch für deren Arbeitgeber, um eine erfolgreiche und langfristige Eingliederung zu gewährleisten.<BR /><BR /> 71 Prozent der Personen, die über solche Projekte eingestellt wurden, sind auch nach 10 Jahren noch beim gleichen Arbeitgeber tätig. Bei den direkt vermittelten Personen liegt der Anteil bei rund 28 Prozent. Laut Amhof und Oberrauch zeige dies auch die Wirksamkeit der Arbeitsintegrationsmaßnahmen, die darauf abzielen, stabile und langfristige Arbeitsverhältnisse durch gezielte Vermittlung zu schaffen.