Den Reden von Rektor Prof. Walter Lorenz, Präsident Prof. Konrad Bergmeister und des Studentenvertreters Armin Unterhauser folgte die Festrede von Prof. Stefano Paleari, Rektor der Universität Bergamo und Vorsitzender der italienischen Rektorenkonferenz CRUI zum Thema: „Die Zukunft der Universität in Europa: Gedanken zu Entwicklung und Erneuerung.“ Stefano Paleari, Professor an der Fakultät für Ingenieurswissenschaften der Universität Bergamo, sprach in seiner Rede die großen Umbrüche an, denen Italiens Universitäten in den vergangenen Jahren begegnet sind.Entsprechend im Wandel befänden sich die Universitäten in dieser Kulturlandschaft.„Effizienz und ökonomische Nachhaltigkeit sind diesbezüglich wichtige Schlagworte“, unterstrich Prof. Paleari, „weswegen wir ein neues Universitätsmodell andenken müssen, das mit unseren traditionellen Vorstellungen von Universität zeitlich wie räumlich bricht. Themen wie das lebenslange Lernen oder das Lernen auf Distanz (mittels der Open Universities) werden an Bedeutung gewinnen, auch die Vernetzung zwischen den Hochschulen, die Kooperation mit Industrie und Regierung, gemeinsame Forschungseinrichtungen und eine transversal angelegte Forschung zu strategischen Themen wie Erziehungsmodelle, Überalterung der Bevölkerung oder der technologische Fortschritt ganz generell.“Anknüpfend an diesen europäischen Kontext der Universitäten unterstrich Rektor Prof. Walter Lorenz die enge Bindung innerhalb der Euregio, welche die Freie Universität Bozen mit den Universitäten von Innsbruck und Trient eingegangen ist.„Die Idee der Euregio-Universitäten zeugt vom Willen, an einer akademischen Wirklichkeit zu arbeiten, die den lokalen Exzellenzen Rechnung trägt und sich gleichzeitig in ein internationales Netzwerk integriert, insbesondere im Bereich der Forschung. Dank dieser überregionalen Zusammenarbeit in Lehre wie Forschung möchten wir uns als Promotoren einer neuen Internationalisierung profilieren, welche wir als absolut notwendig erachten, um den ökonomischen Wohlstand unserer Provinz zu bewahren und neu zu lancieren“, so Prof. Lorenz.Der Präsident der Freien Universität Bozen, Prof. Konrad Bergmeister, hob in seiner Rede den Umbruch hervor, den die Freie Universität Bozen in den vergangenen Jahren vollzogen hat: „Ein intensives Jahr der konzentrierten Einführung eines neuen Statuts und einer neuen akademischen sowie verwaltungstechnischen Organisation liegt hinter uns. Eines der innovativsten Organisationsmodelle ermöglicht es uns heute, großartige Persönlichkeiten an die Universität zu berufen für eine internationale Ausrichtung.“In diese Kerbe schlug Studentenvertreter Armin Unterhofer, der die Mehrsprachigkeit als den signifikanten Vorteil des Studiums – trotz Mehraufwand – hervorhob. „Diese Mehrsprachigkeit gilt es in Zukunft noch mehr auszubauen.“Zahlreiche Vertreter italienischer und ausländischer Universitäten nahmen an der Feier teil, an deren Ende das akademische Jahr offiziell als eröffnet erklärt wurde.