„Es ist eine Sache, die sehr schwer zu verstehen ist, sie macht mich sehr betroffen; ich halte sie für nahezu unmöglich“, so Herr Filippo gegenüber Medien.<h3> „Ich wusste nicht einmal, dass er einen Sohn hatte“</h3>„Ich wusste nicht einmal, dass mein Nachbar einen Sohn hat“, erzählt er weiter. „Er hat eine Tochter, ein sehr ruhiges Mädchen. Aber diesen Jungen habe ich nie gesehen. Ich habe gehört, dass er in Oderzo zur Schule geht. Die Beziehungen waren gut, ganz normal. Auch der Vater ist ein geselliger und freundlicher Mensch.“<BR /><BR />Der Nachbar schilderte anschließend die Ereignisse, die sich am Tag nach dem Verschwinden der Frau abgespielt hatten.<h3>„Er sagte, er mache sich Sorgen“</h3><BR />„Am Freitag sah ich einige Frauen vor dem Eingang des Hauses, später trafen auch die Carabinieri ein“, berichtete er. „Kurz darauf bemerkte ich einen Jungen, der im Hof umherging. Ich rief ihn zu mir und fragte, was passiert sei. Er antwortete: „Meine Tante ist gestern Abend nicht nach Hause zurückgekehrt, und wir machen uns Sorgen. Wir wissen nicht, was geschehen ist.“<BR /><BR />Filippo erklärte, er habe versucht, den Jugendlichen zu beruhigen. Ich sagte zu ihm: „Hoffen wir, dass nichts passiert ist.“<BR /><BR />Doch ein Detail habe sich ihm besonders eingeprägt. „Er wirkte völlig ruhig, als wäre alles tatsächlich so gewesen und als hätte er keinerlei Schuld daran – falls er überhaupt Schuld hat“, sagte der Nachbar abschließend.<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/17-jaehriger-gesteht-mord-an-seiner-tante-leiche-in-kanal-geworfen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Wie berichtet</a>, war die Frau, die an einer Mittelschule unterrichtete, zunächst als vermisst gemeldet worden. Angehörige hatten ihr Verschwinden am Samstag angezeigt. Im Verlauf der Ermittlungen geriet der Neffe zunehmend ins Visier der Carabinieri. Nach Widersprüchen und Lücken in seinen Schilderungen der vergangenen Tage wurde er intensiv befragt und legte schließlich ein Geständnis ab. Als mögliches Motiv nennen die Ermittler schwere familiäre Konflikte.