Am Steuer des Fahrzeugs saß eine Frau Mitte 40 aus Deutschland. Sie wurde festgenommen. <BR /><BR />Ebenfalls festgenommen wurde ein etwa gleichaltriger Mann aus Albanien, der in einem Fahrzeug wenige Minuten hinter ihr unterwegs war. Allen beiden wurde Besitz einer großen Menge von Drogen mit Verkaufsabsicht bzw. Beihilfe dazu zur Last gelegt. <BR /><BR />Am Montag wurden beide Haftrichter Peter Michaeler vorgeführt. Er entschied, dass die Frau im Gefängnis bleiben müsse – sie wurde von Rechtsanwalt Gaetano Buondonno aus Mailand vertreten. <BR /><BR />Der Mann wurde hingegen auf freien Fuß gesetzt. Er hat einen Wohnsitz in einer anderen italienischen Provinz und hat dort ein kleines Unternehmen. Im Fahrzeug des Mannes wurden keine Drogen sichergestellt; es soll aber Hinweise auf rege telefonische Kontakte zwischen den beiden Beschuldigten geben, weshalb zum derzeitigen Ermittlungszeitpunkt davon ausgegangen wird, dass der Mann ein Komplize der Frau sein dürfte. <BR /><BR />Sein Anwalt Nicola Nettis führte allerdings ins Feld, dass solche als „Staffetten“ bezeichnete Drogenlieferungen in dieser Reihenfolge unüblich seien – der mutmaßliche Späher wäre wohl eher Vorhut als das zweite Fahrzeug. Zudem würden telefonische Kontakte allein keine Komplizenschaft belegen. <BR /><BR />Der Mann ist zwar auf freiem Fuß, er bleibt aber natürlich eingetragen ins Register der Personen, gegen die ermittelt wird. Sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind, wird ein Richter entscheiden, ob sich der Mann gerichtlich verantworten muss oder ob die Anschuldigungen gegen ihn haltlos sind.