Die Essstörung wird in der Fachsprache Pica genannt, hierbei werden Dinge verzehrt, welche als ungenießbar oder gar ekelerregend gelten, beispielsweise Erde, Sand, Steine, Papier oder auch Exkremente und Abfall.<BR /><BR />Üblicherweise wird es bei Menschen mit psychischen Erkrankungen, bei Verwahrlosten, aber auch bei Schwangeren und Kindern festgestellt. Und nun eben auch beim hübschen Pitbull-Weibchen mit dem Namen Era aus Bozen, ihres Zeichens 40 Kilo schwer und über 7 Jahre alt.<BR />So staunten die Tierärztinnen der Tierklinik Bozen nicht schlecht, als sie nach dem Noteingriff den Mageninhalt der Hundedame unter die Lupe nahmen: Insgesamt zählten sie 17 Socken und mehrere Plastikteile, die sich wohl von Kinderspielzeug gelöst hatten. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1058268_image" /></div> <BR />„Wir hatten es hier mit einer sehr ernst zu nehmenden gastrointestinalen Verstopfung durch mehrere Fremdkörper zu tun, somit wurde eine Gastrotomie erforderlich, um sie zu entnehmen“, erklärte Tierärztin Dr. Federiva Bovenga, die zusammen mit Clara Bordas die Magenöffnung vornahm. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1058271_image" /></div> <BR />Es sei nicht immer einfach zu erkennen, ob ein Hund einen gefährlichen Fremdkörper gefressen hat. Schließlich könne der Hund diese Gegenstände verschlucken, wenn er sich allein im Haus befindet oder sich vor dem Besitzer versteckt. „Hier können Verhaltensstörungen dahinterstecken, die mit Angst oder Eifersucht zu tun haben, aber es kann auch schlicht mit Langeweile oder aufgrund von Magen-Darm-Problemen zu tun haben“, erklären die Tierärztinnen. Era habe die Operation gut überstanden und sei wohlauf.