Um 6 Uhr Früh ist die bulgarische Prostituierte am Sonntag in der Bozner Schlachthofstraße angegriffen worden: ein eskalierter Streit mit einem Freier, dem Bäckerlehrling Kevin Montolli.Der 19-Jährige gab am Sonntag gegenüber der Polizei zu, die Frau erstochen zu haben (STOL hat berichtet).Am Montag wurde bekannt, dass dies nicht der erste Angriff auf eine Prostituierte war: Vor drei Jahren – Montolli war damals 16 und somit minderjährig – soll er eine Prostituierte mit einem Messer bedroht und ihr die Handtasche entrissen haben.Der Grund: Sie soll ihn abgelehnt haben, da er zu jung gewesen sei. Das Jugendgericht hatte damals von einer Strafe abgesehen. Allerdings werden die Ermittlungen gegen Montolli nun ausgeweitet: In Norditalien, Deutschland und Österreich soll nun nach ähnlichen, ungeklärten Fällen gesucht werden, bei denen eine Prostituierte mit einem Messer bedroht und ausgeraubt wurde.Über 25 MessersticheAm Montag wurde an der Leiche von Svetla Fileva eine Autopsie durchgeführt. Die Ergebnisse werden erst am Abend bekanntgegeben.Am Tag nach ihrer Ermordung haben die Ermittler allerdings weitere Messerstiche entdeckt: Zwanzig Mal soll die 30-Jährige im Brust- und Bauchbereich getroffen worden sein, fünf weitere Messerstiche gingen in den Rücken.Der Messerstich, der mit aller Wahrscheinlichkeit zu ihrem Tod geführt hat, ging in die linke Seite ihres Halses.Täter und Opfer kannten sichKlarheit wurde mittlerweile auch in Sachen Beziehung zwischen Täter und Opfer geschaffen.Kevin Montolli dürfte die Bulgarin bereits mehrmals aufgesucht haben: Die 30-Jährige hatte seine Nummer in ihrem Handy gespeichert.Auch die Aufzeichnungen der Überwachungskameras, die in dem Viertel installiert sind, wurden inzwischen ausgewertet. Sie sollen zwar nicht den Mord zeigen, allerdings soll gefilmt worden sein, wie der 19-Jährige das Weite sucht.stol