Freitag, 04. Oktober 2019

2 Drittel der Ebola-Patienten in Kliniken im Kongo überleben

Im Kongo haben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge fast 2 Drittel aller Ebola-Patienten, die behandelt wurden, die gefährliche Krankheit überlebt. Von den 1555 Menschen, die bislang in ein Ebola-Behandlungszentrum eingeliefert worden seien, konnten 1000 geheilt werden, wie die WHO am Freitag mitteilte.

1000 Patienten konnten in den Ebola-Behandlungszentren bereits geheilt werden.
1000 Patienten konnten in den Ebola-Behandlungszentren bereits geheilt werden. - Foto: © APA (AFP) / PAMELA TULIZO

Allerdings sind insgesamt nach Angaben der kongolesischen Behörden bislang 3198 Menschen an Ebola erkrankt und 2137 Menschen gestorben. Etliche Menschen, die sich infizieren, werden von ihren Angehörigen nicht in ein Behandlungszentrum gebracht.

Das liegt unter anderem daran, dass für viele Menschen der Weg in eine derartige Klinik zu weit und sehr gefährlich ist, da im Ost-Kongo zahlreiche bewaffnete Gruppen aktiv sind. Zudem hat die Bevölkerung große Angst und Misstrauen gegenüber der Krankheit und den Ebola-Helfern.

Die Epidemie wütet seit mehr als einem Jahr vor allem in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri im Osten des Landes. Nach der verheerenden Epidemie in Westafrika 2014/2015 mit über 11.000 Toten ist dies der bislang schlimmste Ausbruch. Er ist wegen der instabilen Lage in der Region besonders schwer in den Griff zu bekommen.

dpa