Montag, 08. Juni 2020

2 Frauen in Kärnten getötet – Verdächtiger erschießt sich in Italien

Ein Gewaltausbruch mit 3 Toten hat am Wochenende das österreichische Kärnten und die Grenzregion im benachbarten Italien in Atem gehalten.

Nachdem er 2 Frauen in Kärnten erschossen hatte, floh ein Mann nach Italien und erschoss sich dort selbst.
Nachdem er 2 Frauen in Kärnten erschossen hatte, floh ein Mann nach Italien und erschoss sich dort selbst. - Foto: © LUKAS HUTER
Die Ermittler gehen davon aus, dass der 63-jährige Verdächtige zuerst seine Ehefrau und dann eine Freundin umbrachte, bevor er sich bei einer Polizeikontrolle in einer italienischen Grenzstadt erschoss, sagte ein Kärntner Polizeisprecher am Sonntag der dpa.

Nach Angaben der Polizei begann die Gewaltserie im Haus des Tatverdächtigen in Wernberg. Samstagfrüh sei dort seine 62-jährige Frau getötet worden. Sie starb durch einen Schlag gegen den Kopf mit einem scharfen Gegenstand, fanden Gerichtsmediziner heraus.
Berichte, dass gegen den Mann mehrfach Betretungsverbote ausgesprochen worden waren, bestätigte die Polizei vorerst nicht.

Kurz nach dieser Tat starb in der Nähe eine 56-jährige Frau auf offener Straße durch einen Kopfschuss, der aus unmittelbarer Nähe abgefeuert wurde.

Die Polizei spricht von einem „Bekanntschaftsverhältnis“ zwischen dem Verdächtigen und seinem zweiten mutmaßlichen Opfer.

Der Mann flüchtete in einem Auto und sei direkt in Richtung Italien gefahren, sagte der Kärntner Chef-Kriminalist Gottlieb Türk in einer Pressekonferenz.

In den Mittagsstunden kam dann die Nachricht über den dritten gewaltsamen Tod an diesem Samstag, diesmal aus Tarvis, einer rund 30 Kilometer entfernten Grenzstadt in Italien.

Der Mann sei vor einem Restaurant von italienischen Polizisten aufgehalten worden, habe das Feuer eröffnet und sich danach getötet, berichtete der italienische Sender RAI. Die Beamten schossen demnach nicht zurück.

Am Sonntag waren österreichische Kriminalisten mit Ermittlungen und Befragungen zum Tatmotiv beschäftigt. Allerdings stand bereits fest, dass der Verdächtige die Pistole nicht legal besessen hatte, so der leitende Kriminalist Türk.

dpa

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