Sonntag, 27. Oktober 2019

2 Kletterinnen bei Nachtaktion aus Wand gerettet

Zu einem nächtlichen Bergrettungseinsatz ist es in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Gröden gekommen.

Im Einsatz stand die Bergrettung.
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Im Einsatz stand die Bergrettung. - Foto: © fm

2 deutsche Kletterinnen wollten das optimale Herbstwetter ausnutzen und den sogenannten Y-Riss in der Zone Mëisules in der Sellagruppe besteigen.

Dabei haben sie laut Einsatzkräften 2 Fehler gemacht: Einerseits sind die Kletterinnen zu spät in die Wand eingestiegen, andererseits haben sie die Schwierigkeit der Route unterschätzt, wie sie später selbst zugaben.

De facto sind die Kletterinnen erst gegen 13.30 Uhr gestartet. Im Normalfall wäre die Route in ca. 3 Stunden machbar. Gegen 22.00 Uhr, also mehrere Stunden nachdem es bereits dunkel war, alarmierten die zwei Bergsteigerinnen die Landesnotrufzentrale.

Rettung gegen Mitternacht

Sofort machten sich mehrere Bergretter des Bergrettungsdienstes Gröden auf den Weg und erreichten die in Not geratenen Kletterinnen gegen Mitternacht. 1,5 Stunden später waren alle Beteiligten sicher und unverletzt wieder am Fuße der Route.

„Insbesondere in den Herbstmonaten ist es sehr wichtig bei Klettertouren die frühe Dunkelheit zu berücksichtigen. Zudem sollte man immer am Morgen und nicht erst am Nachmittag starten und den frühen Einbruch der Dunkelheit berücksichtigen“ der Appell von Bergführer und Präsident des Bergrettungsdienstes Gröden Hubert Moroder der den Einsatz koordinierte.

pas