Samstag, 03. August 2019

2 Männer beim Canyoning tödlich verunglückt

Ein 41-jähriger Österreicher und ein 48-jähriger Deutscher haben bei einer Canyoning-Tour bei Grondona in der Nähe von Sondrio (Lombardei) ihr Leben verloren. Die Bergung der beiden Leichen und der unverletzt gebliebenen anderen 5 Gruppenmitglieder gestaltete sich als äußerst schwierig.

Die Bergung der beiden Toten war für die Bergretter eine große Herausforderung. - Foto: Facebook/CNSAS
Die Bergung der beiden Toten war für die Bergretter eine große Herausforderung. - Foto: Facebook/CNSAS

Alarm geschlagen hatte ein Zimmervermieter in Valchiavenna, als er bemerkte, dass die bei ihm untergebrachte 7-köpfige Gruppe aus Deutschland und Österreich um 1 Uhr in der Nacht auf Samstag noch nicht von ihrer Canyoning-Tour zurückgekommen war.

Der Mann konnte relativ genau mitteilen, wo die 7 Personen unterwegs waren, und zwar in der Val Pilotera bei Grondona. Sofort hat sich eine Gruppe von Berg- und Höhlenrettern des CNSAS Valtellina/Valchiavenna auf die Suche begeben. 

iv>

Relativ rasch konnten 5 Personen gefunden werden, die sich außerhalb des Bergbaches befanden, aber 2 Personen, die sich über einen Wasserfall abgeseilt hatten, fehlten.

Daraufhin haben sich auch die Bergretter abgeseilt und haben den leblosen Körper eines Mannes entdeckt, der sich unter den herabstürzenden Wassermassen in den Seilen verfangen hatte.

Während der Bergung dieser Leiche wurde die Sicht im Morgengrauen allmählich besser, sodass auch der 2. Gesuchte lokalisiert werden konnte, der etwa 300 Meter weiter talwärts tot in einem Becken lag.

Aufgrund der großen Wassermenge war die Bergung der beiden Toten besonders aufwendig und konnte erst am Vormittag beendet werden. Auch ein Hubschrauber aus Bergamo kam zum Einsatz.

stol/ds   

stol