Vor 2 Monaten, am 5. Jänner, zerstörte ein Felssturz große Teile des bekannten Hotels Eberle in Bozen. Die Besitzerfamilie arbeitet inzwischen an der Zukunft des Traditionsbetriebes. Wie wird sie aussehen?<BR /><BR /><BR /><i>Von Christiane Weinhold</i><BR /><BR /><BR />Juniorchef Stefan Zisser jedenfalls hofft mit seiner Familie weiter, dass in Zukunft das Hotel am selben Standort wieder entstehen kann. Doch bis zu einer Lösung braucht es noch Zeit, viele Gespräche mit Geologen, Versicherung, Gemeinde- und Landesverwaltung. „Es geht Schritt für Schritt voran“, sagt er. <BR /><BR />Eine wichtige Akontozahlung vonseiten der Versicherung hat Familie Zisser diese Woche erhalten. Damit will man die Weichen für einen Neuaufbau des Eberle stellen. „Es wird zwar ein weiter Weg bis dorthin, aber es ist ein positives Zeichen, das uns zuversichtlich stimmt. Wir danken vor allem Hogast und GEST Broker für die Hilfe bei der schnellen Bearbeitung dieses Schadensfalls sowie die große Unterstützung bei der Bewältigung der bürokratischen Hürden mit den benötigten Gutachten und Dokumentationen. Ohne ihre Hilfe wäre nicht nur unsere Heimat verloren gegangen, sondern auch unsere Existenz zerstört gewesen“, sagt Zisser.<BR /><BR /><b>Abtransport des Materials ist schwierig</b><BR /><BR /><BR />Das Geld wird unter anderem dazu verwendet, die nunmehr leider entlassenen 10 Mitarbeiter des Betriebs auszuzahlen – und als nächsten Schritt den Abtransport des Materials zu zahlen. Die Finanzierung des Abtransports ist in der Polizze angeführt.<BR /><BR />Technisch gesehen ist die Beseitigung des durch den Felssturz entstandenen Schutts äußerst schwierig: „Leider befinden wir uns nicht in einer Zone, wo die Bagger einfach hinfahren und das Material abtransportieren können“, weiß auch Zisser. Wie das erfolgen soll, klären auf Auftrag der Familie Zisser Geologen und Experten. „Unsere Geologen haben zugesichert, dass derzeit kein Material mehr runterkommen sollte. Doch für einen Abtransport braucht es hier die Einhaltung eines strikten Sicherheitsprotokolls. Und daran wird gearbeitet“, erklärt Zisser. Danach soll eine Ausschreibung erfolgen, wer die Arbeiten machen kann. „Wir rechnen, dass das in ein bis 2 Monaten erfolgen kann“, meint er. <BR /><BR />Gleichzeitig sind Experten der Gemeinde- und Landesverwaltung derzeit damit beschäftigt einen Plan zu erarbeiten, wie die ganze Zone oberhalb der Oswald-Promemade Richtung Eberle abgesichert werden könnte. „Das ist eine überaus heikle Sache“, sagt Vizebürgermeister und Zivilschutzstadtrat Luis Walcher, für ein derart große Projekt brauche es Zeit. <BR />