Der politische Umbruch in Syrien schlägt hohe Wellen – bis nach Südtirol. „Die Menschen mussten unter dem Regime viel Leid ertragen, der Umsturz war trotzdem eine Überraschung“, sagt Dr. Maan Fallaha. <BR /><BR />Gemeinsam mit Familienmitgliedern und Freunden feierte er das Ereignis im Zentrum von Bozen „mit einem kleinen Fest“. Um die 30 Menschen hätten sich getroffen, in Südtirol würden ungefähr 500 gebürtige Syrer leben, schätzt er.<h3> Hoffnung auf geordneten Machtwechsel</h3> Einer von ihnen ist sein Bruder Dr. Aba Fallaha, der sich in Gröden niedergelassen hat. „Baschar al-Assad war ein mächtiger Diktator. Wir sind glückstrunken und können es kaum glauben“, fasst er seine Freude zusammen. <BR /><BR />Bislang habe es in Syrien kaum Racheaktionen gegeben und er hofft, dass der Machtwechsel weiterhin geordnet verläuft. „Der Frieden muss nach Syrien zurückkehren“, so Dr. Aba Fallaha. <BR /><BR /><embed id="dtext86-67768576_quote" /><BR /><BR /> Dr. Maan Fallaha war 18 Jahre alt, als er vor über 30 Jahren aus seinem Heimatland nach einem blutigen Massaker flüchtete. Wie sein Bruder setzt auch er auf Demokratie. „Ich hoffe, die Regierung sieht Laizismus vor. Religion und Extremismus dürfen nicht in den Mittelpunkt gestellt werden.“ <BR /><BR />Die beiden Schwestern der 2 Ärzte sind nach wie vor in Syrien zu Hause. „Wir stehen ständig in Kontakt“, sagt Dr. Maan Fallaha. Es geht ihnen jetzt besser, weil es in ihrer Heimatstadt keine Bombardierungen mehr gibt. Im Jahr 2008 hat Dr. Maan Fallaha sie zum letzten Mal gesehen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1107198_image" /></div> <BR />Anders als andere Syrer möchten die Brüder nicht mehr zurückkehren, sie haben hier Wurzeln geschlagen. „Manche ältere Menschen möchten wieder nach Syrien zurück. Aber die Bevölkerung hat sich verändert. Es leben nicht mehr die gleichen Menschen dort wie vor 15 Jahren. Es ist schwierig“, sagt Dr. Maan Fallaha. <BR /><BR />Für Besuche möchten sein Bruder und er aber nach Syrien reisen. „Sobald es Flüge gibt, möchte ich in meine Heimat fahren – dann auch wieder häufiger“, schließt Dr. Aba Fallaha.