Mittwoch, 16. Oktober 2019

2 Todesfälle bei Hermes beschäftigen deutsche Polizei

Nach dem plötzlichen Tod zweier Mitarbeiter und dem Fund eines Schwerverletzten auf dem Gelände des Paketdienstleisters Hermes in Haldensleben (Sachsen-Anhalt) geht die deutsche Polizei von einer unglücklichen Verkettung von Zufällen aus. Der Leichenfund am Dienstag führte bis in den frühen Mittwochmorgen hinein zu einem Großeinsatz der Feuerwehr.

Das betroffene Gelände wurde für die Ermittler abgesperrt.
Das betroffene Gelände wurde für die Ermittler abgesperrt. - Foto: © APA (dpa) / Matthias Strauß

Dabei wurden auch Vorkehrungen für eine mögliche Gefährdung durch Giftstoffe getroffen, die sich bis zum frühen Morgen jedoch nicht bestätigte. „Wir gehen davon aus, dass das ein unglücklicher Zusammenhang ist, aber wir können eben halt nicht ausschließen, dass es sich um eine Gefährdungssituation handelt“, sagte Polizeisprecher Matthias Lütkemüller von der Polizei Börde in der Nacht.

Auf dem Gelände des Versandzentrums war am frühen Dienstagmorgen zunächst ein toter Mann entdeckt worden. Der 58-Jährige sei zusammengebrochen und an Ort und Stelle gestorben, sagte der Polizeisprecher. Am Nachmittag wurde dann in Haldensleben in einem Transportfahrzeug von Hermes ein weiterer Mitarbeiter tot aufgefunden. Der 45-Jährige saß leblos auf dem Fahrersitz. Zudem wurde am Dienstag auf dem Gelände des Versandzentrums ein Mann schwer verletzt entdeckt. Wie die Polizei am frühen Morgen mitteilte, habe sich dies jedoch als „ein ganz normaler medizinischer Notfall“ herausgestellt.

Bei dem Großeinsatz der Feuerwehr waren 120 Kräfte im Einsatz. Der Betrieb im Versandzentrum Haldensleben mit 3.000 Mitarbeitern wurde in der Nacht zu Mittwoch vorsichtshalber vorübergehend eingestellt. Das Gelände sei für die Ermittler abgesperrt, sagte ein Hermes-Sprecher. Dies sei als Vorsichtsmaßnahme geschehen, weil zwei völlig gesund wirkende Menschen innerhalb kürzester Zeit gestorben seien, so die Polizei.

apa/dpa

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