Sonntag, 24. November 2019

2 Tote und Vermisste nach heftigem Regen in Südfrankreich

Bei Unwettern und Überschwemmungen in Südfrankreich sind mindestens 2 Menschen ums Leben gekommen. Am Sonntag wurden nach Angaben der Präfektur im Département Var 2 Leichen gefunden. Mehrere weitere Menschen wurden noch vermisst. Nachdem am Samstag Hunderte Bewohner ihre Häuser verlassen mussten, zeichnete sich tags darauf eine leichte Entspannung der Lage ab.

Bei den Überschwemmungen in Südfrankreich starben mindestens 2 Menschen.
Bei den Überschwemmungen in Südfrankreich starben mindestens 2 Menschen. - Foto: © APA (AFP) / VALERY HACHE

Doch wegen des Hochwassers waren noch immer zahlreiche Straßen unpassierbar. Eines der Todesopfer wurde den Behörden zufolge in Le Muy entdeckt. Ganz in der Nähe war zuvor ein Rettungsboot mit 3 Feuerwehrleuten und 3 weiteren Menschen umgekippt. 5 Insassen konnten sich retten, eine Frau tauchte aber nicht wieder auf. Ob es sich bei dem entdeckten Opfer um die Frau handelte, war zunächst unklar. In Cabasse wurde zudem die Leiche eines etwa 50 Jahre alten Mannes in einem Auto gefunden. Nähere Angaben machte die Präfektur nicht.

Mehrere Menschen wurden nach den heftigen Regenfällen und Überschwemmungen am Sonntag noch vermisst. Polizisten und Feuerwehrleute suchten rund um Saint-Antonin-du-Var mehrere Hochwasser führende Bäche nach einem verwirrten 77-Jährigen ab, wie die Präfektur mitteilte. Der Mann wurde demnach seit Samstagmorgen vermisst. Auch von einem älteren Paar, das am Samstag wegen einer gesperrten Straße in Tanneron umkehren musste, fehlte jedes Lebenszeichen.

In Cagnes-sur-Mer retteten am Samstag 28 Feuerwehrleute einen 78-Jährigen, der bei einem Erdrutsch durch umgestürzte Bäume eingeklemmt worden war. Der Mann wurde mit einer Unterkühlung, aber ohne schwere Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. In Nizza wurde eine 39-Jährige schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, nachdem eine Welle sie fortgerissen hatte.

Für die Départements Var und Alpes-Maritimes hatte Frankreichs Wetterbehörde am Samstag wegen der massiven Regenfälle die höchste Alarmstufe rot ausgerufen. Die Bewohner der Küstengebiete wurden vor hohen Wellen gewarnt. Wegen der Unwetterfolgen waren 1600 Rettungskräfte im Einsatz. Am Sonntag wurde die Alarmstufe aufgehoben, doch noch immer waren Hunderte Feuerwehrleute vor Ort.

apa