Dienstag, 11. Februar 2020

20 „Blaue Engel“ in Südtirol

Sie schenken Kranken Zeit: Den Namen „Blaue Engel“ haben die Freiwilligen der Vinzenzkonferenz „Zur heiligen Notburga“ wegen ihrer Schürzen bekommen. Sie tragen bei ihrem Dienst im Krankenhaus hellblaue Kittel.

Elisabeth Ondertoller koordiniert die 20 „Blauen Engel“ im Bozner Krankenhaus.
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Elisabeth Ondertoller koordiniert die 20 „Blauen Engel“ im Bozner Krankenhaus. - Foto: © privat
Elisabeth Ondertoller aus Bozen koordiniert die 20-köpfige Freiwilligengruppe der „Blauen Engel“ in der Geriatrie und Inneren Medizin am Krankenhaus Bozen. Die „Blauen Engel“ besuchen die Kranken von Montag bis Freitag täglich am Vormittag und am Nachmittag. Am Sonntag werden Interessierte zum Gottesdienst in die Krankenhauskapelle begleitet.

2001 hat die Gruppe der „Blauen Engel“ ihre Tätigkeit aufgenommen. Die meisten Freiwilligen stehen im Berufsleben und wollen mit ihrer geschenkten Zeit die Tage der Kranken aufhellen und Abwechslung bringen: „Wir fragen die Patienten, ob sie etwas brauchen, kochen für sie Tee, holen auf Wunsch eine Zeitung aus der Krankenhausbar und setzen uns zu einem Gespräch zu den Menschen ans Bett“, erzählt die Koordinatorin Elisabeth Ondertoller. Nach Möglichkeit gehen sie mit den Patientinnen und Patienten auch spazieren. Sie sind da, hören zu, muntern auf. An den ständigen Wechsel der Kranken haben sich die „Blauen Engel“ gewöhnt. Das sei eine Chance, sich immer wieder einzulassen, erklärt Elisabeth Ondertoller. Die Menschen würden die Besuch und angebotenen Dienstleistungen gerne annehmen.

Einmal im Monat trifft sich die Freiwilligengruppe zum Austausch und zur Planung. Dabei wird immer wieder der Wunsch der 20 engagierten Frauen und Männer thematisiert, den Besuchsdienst auf andere Stationen auszuweiten. Die Nachfrage seitens des Krankenhauses ist da, aber die Zeitressourcen sind beschränkt. 2 Stunden pro Woche sollte jemand Zeit haben, der oder die sich mit der Gruppe der „Blauen Engel“ im Krankenhaus engagieren möchte. Volljährigkeit, Empathie und Offenheit sind Voraussetzung dafür.

Der 11. Februar ist der Welttag der Kranken.

stol