Sonntag, 05. April 2020

20-Hektar-Waldbrand um Tschernobyl

In der Sperrzone rund um das ehemalige ukrainische Atomkraftwerk von Tschernobyl ist ein Waldbrand ausgebrochen. Am Sonntag waren 2 Flugzeuge, ein Hubschrauber und etwa 100 Feuerwehrmänner im Einsatz, um das am Samstag ausgebrochene Feuers zu bekämpfen, wie die ukrainischen Rettungsdienste mitteilten. Demnach ist der Brand unter Kontrolle.

Am Samstag hatten die Behörden noch von „Schwierigkeiten“ bei der Feuerbekämpfung wegen der erhöhten Radioaktivität in einigen Gebieten gesprochen.  (Schmuckbild)
Am Samstag hatten die Behörden noch von „Schwierigkeiten“ bei der Feuerbekämpfung wegen der erhöhten Radioaktivität in einigen Gebieten gesprochen. (Schmuckbild) - Foto: © DLife/LO
In der Luft wurde eine Zunahme der Radioaktivität festgestellt. Die Flammen hatten sich auf mehr als 20 Hektar in dem Waldgebiet um das ehemalige Kraftwerk ausgebreitet.

Am Samstag hatten die Behörden noch von „Schwierigkeiten“ bei der Feuerbekämpfung wegen der erhöhten Radioaktivität in einigen Gebieten gesprochen. Umliegende Ortschaften seien jedoch nicht gefährdet.

Nach dem Reaktorunglück vor 34 Jahren war im Radius von 30 Kilometern eine Sperrzone rund um das Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks errichtet worden. Kommerzielle Landwirtschaft ist dort noch immer verboten.

Der Reaktorblock 4 des sowjetischen Atomkraftwerks Tschernobyl war am 26. April 1986 bei einem Sicherheitstest explodiert. Der GAU rund 100 Kilometer nördlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew war der schwerste Atomunfall in der Geschichte, die Umgebung des AKW ist bis heute stark verstrahlt.

apa/afp

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