Seit 2006 finden die Instrumentenbaukurse in Mals statt. „In diesen 20 Jahren hat sich viel entwickelt“, sagte Gernot Niederfriniger, Obmann des Südtiroler Volksmusikvereins. Er organisiert die Kurse in Südtirol, die von der Klangwerkstatt Markt Wald im Unterallgäu betreut werden. Manches ist zur Tradition geworden, wie die Übernachtungen von Kursteilnehmern im Gasthaus „Iris“ oder das gemeinsame Musizieren nach getaner Arbeit.<BR /><BR />„Der Kurs ist intensiv, am Ende entstehen aber voll funktionstüchtige Instrumente“, erklärt Niederfriniger. In diesem Jahr gab es eine bunte Vielfalt an Instrumenten, die gebaut wurden: Böhmische Hakenharfen, Raffelen, Ungarische Zithern, Dulcimers, Monochorde und kleine Harfen. <BR /><BR />„Insgesamt bauten 15 Teilnehmer und Teilnehmerinnen 14 Instrumente“, sagte André Schubert von der Klangwerkstatt. Er leitete zusammen mit Sarah Eisinger den Kurs, wobei die Kursteilnehmer aus Südtirol, Tirol und Deutschland kommen. Sie bauten für sich oder ihre Liebsten in wenigen Tagen Instrumente.<BR /><BR />„Das Besondere ist, dass die Teilnehmer selbst an der Entstehung ihres Instruments mitwirken können. Ebenfalls gibt es einige, die über den Bau ihres Instruments zum Musizieren gekommen sind“, freute sich Schubert. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1355601_image" /></div> <BR /><BR />Da der Kurs zum zwanzigsten Mal in Mals stattfand, komponierte Obmann Niederfriniger zur Feier dessen das Musikstück „Zum Klingen bringen Polka“, das er den Kursteilnehmern und den Mitarbeitern der Klangwerkstatt widmete. Noch in der Werkstatt gaben er und weitere Musiker die Polka zum Besten. „Die Klangwerkstatt hat uns schöne Erlebnisse und Instrumente geschenkt. Ich danke ihr für ihre jahrelange Freundschaft“, sagte Niederfriniger. Ebenfalls danken die Veranstalter der Mittelschule Mals, welche ihre Räumlichkeiten für die Kurse zur Verfügung gestellt hatte.