„Wir werden auf insgesamt 290 Stellen aufstocken – plus zusätzlich Stellen im Notkontingent für Neuzugänge, verspätete Abklärungen oder Veränderungen der Diagnose“, erläutert der Landesrat und verweist gleichzeitig auf die kontinuierliche Aufstockung der Stellen in den vergangenen 5 Jahren. So habe man etwa 2019 die Kontingente für alle Bildungsdirektionen in Südtirol um 26 Stellen auf damals 260,5 Stellen aufgestockt. <BR /><BR />Auf die deutsche Bildungsdirektion entfielen davon damals 16 Stellen. 2023 sei das Kontingent für Mitarbeiter für Integration durch die Landesregierung erneut aufgestockt worden, in der deutschen Schule um weitere 10 Stellen auf 270,5. Zusätzlich habe man damals 10 Springerstellen eingerichtet. Die Aufstockungen erfolgten unter anderem, weil einfach mehr Bedarf sprich Schüler mit Beeinträchtigung da seien. Zu diesen kämen derzeit auch Schüler mit Auffälligkeiten im Sozialverhalten hinzu. <BR /><BR />„Für die Zukunft müssen wir aber schauen, für diese Gruppe an Schülern andere Möglichkeiten zu finden“, stellt Achammer klar. Es gelte, fügt er hinzu, zudem den derzeitigen Modus der Stellenzuweisung für die Mitarbeiter für Integration zu ändern, die aktuell zu jeder Menge unfreiwilliger Teilzeit-Arbeitskräften führt. Intern habe man sich dazu bis Mai eine Frist gesetzt. <h3> 2 Modelle</h3>Bis dahin sollen 2 alternative Modelle angeschaut und auch u.a. mit den Gewerkschaften besprochen werden. <BR /><BR /><b>Möglichkeit 1:</b> Die Zuweisung der Mitarbeiter erfolgt nicht mehr wie bisher schülergebunden, sondern nach Einzugsgebiet – und in Vollzeit. <BR /><BR /><b>Möglichkeit 2:</b> Man behält die schülerbezogene Zuweisung, füllt aber bei Wunsch die Stunden auf Vollzeit auf, etwa mit Mensadienst, Transportbegleitung oder auch mit Stunden als Begleitung in der Musikschule. Die zusätzlichen Stunden, so versichert Achammer, würden dabei nicht zu Lasten des Stellenplans gehen, also keine Einsparungen bzw. Entlassungen an anderer Stelle nach sich ziehen. Es könnte sich also noch über die aktuelle Aufstockung des Stellenplans auf 290 Stellen plus Notkontingent hinaus etwas tun bei den Mitarbeitern für Integration. <h3> „Um jede Stelle mehr froh“</h3>Bei den betroffenen Eltern hofft man indes weiter: Die sind zwar tatsächlich „um jede Stelle mehr froh“, doch „20 Stellen mehr sind nicht ausreichend für das ganze Land“, sagt Stampfl. „Eine ordentliche Unterstützung unserer Kinder in der Schule ist einfach wichtig“, unterstreicht sie: „Bekommen sie in der Schule genügend Unterstützung, dann benötigen sie später als Erwachsene weniger.“ Denn möglichst hohe Selbstständigkeit und Wissen sind gerade auch für Menschen mit Beeinträchtigung ein großes Plus, um ihr Leben meistern und einen Arbeitsplatz finden zu können. Das käme unterm Strich auch für die Gesellschaft günstiger. <BR /><BR />Bernadette Ramoser, im AEB zuständig für die deutschte Schule, wird noch etwas deutlicher: „Wir Eltern müssen weiterhin bangen und hoffen und für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für Integration wird es so kaum Hoffnung auf umfassendere Aufträge geben.“ Ramoser weiß auch: Viele Schulführungskräfte haben um eine höhere Zuweisung für die einzelnen Schüler und Schülerinnen für das kommende Schuljahr angesucht, nicht zum ersten Mal. Bislang „hatten sie dabei keinen Erfolg und es wurde auf zu wenig vorhandene Ressourcen verwiesen“, so Ramoser.