Montag, 02. Oktober 2017

20 Tote und über 100 Verletzte nach Schüssen in Las Vegas

In der US-Metropole Las Vegas sind 20 Menschen von Schüssen getötet worden. Mindestens 100 weitere wurden verletzt, wie die Polizei in der Kasino-Stadt am Montag weiter mitteilte. Demnach ist ein mutmaßlicher Schütze ebenfalls getötet worden.

Foto: © APA

Nach Augenzeugenberichten waren bei einem Country-Musik-Festival am Strip in Las Veg Hunderte Schüsse gefallen. Zahlreiche Menschen seien blutüberströmt am Boden gelegen, sagte ein junger Mann dem Sender CNN.

12 Opfer befänden sich in kritischem Zustand. Der Boulevard der Metropole sei gesperrt worden. 

Schüsse dauerten 20 Minuten

Eine Schweizer Touristin hat nach der Schießerei von länger andauerndem Gewehrfeuer berichtet.

„Wir hörten Schüsse von Maschinengewehren, als wir in unserem Hotelzimmer waren – das dauerte sicher 20 Minuten lang“, sagte die Frau dem Portal „20 Minuten“.

„Die Polizei wies uns an, im Zimmer zu bleiben, die Schuhe auszuziehen und die Türen abzuschließen“, sagte sie.

Über dem Hotel kreisten Hubschrauber, auf den Gängen standen Polizisten. Die Gäste hätten sich für eine mögliche Evakuation bereithalten müssen, bis dahin „müssen wir still im Hotelzimmer im Dunkeln auf dem Boden sitzen.“

Schütze feuerte aus 32. Stock eines Hotels

Der Schütze feuerte vom 32. Stockwerk eines Hotels an der berühmten Casino-Meile aus auf Besucher eines Konzerts. Der Mann wurde gestellt und getötet, berichtete die Polizei. Gefahndet wurde unterdessen nach einer asiatischen Frau, die mit dem Täter im Mandalay Hotel abgestiegen war.

Las Vegas Metro Police Sheriff Joseph Lombardo gab ihren Namen mit Marilou Danley an. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Hinweise auf zwei Autos zu geben – auf einen Hyundai und einen Chrysler Pacifica Touring, beide mit Kennzeichen aus Nevada. Bei dem Schützen handelt es sich laut Polizei um einen Einheimischen.

Die Polizei rief die Menschen dazu auf, keine Livestreams von dem laufenden Polizeieinsatz ins Internet zu stellen. Dies könnte die Einsatzkräfte in Gefahr bringen, twitterte die Behörde am Montag.

dpa

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stol