Donnerstag, 02. Mai 2019

200 Einsatzkräfte bei Großübung „ISAK“ in Natz-Schabs

Die Südtiroler Berg- und Höhlenrettung organisiert am Samstag und Sonntag eine großangelegte Rettungsübung im Bereich Vermisstensuche mit bis zu 200 Einsatzkräften und 13 beteiligten Organisationen. Es ist die größte Übung dieser Art im Brixner Raum seit 20 Jahren.

An der Großübung am Samstag nehmen 13 Organisationen teil. - Foto: Alan Bianchi
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An der Großübung am Samstag nehmen 13 Organisationen teil. - Foto: Alan Bianchi

Eine Vermisstensuche ist ein jeder Hinsicht ein äußerst heikles und komplexes Unterfangen. Angehörige und Einsatzkräfte wissen meist nicht, wo sich die Vermissten aufhalten, oft ist keinerlei Kontakt vorhanden. Die ersten Stunden sind meist ausschlaggebend für einen erfolgreichen Sucheinsatz. Die Zeit drängt, aber doch müssen eine ganze Reihe von Zivilschutz- und Ordnungskräfte koordiniert und systematisch eingesetzt werden. Der Einsatz beginnt, aber die Beteiligten wissen nicht, wann er aufhören wird. Ein kühler Kopf, gute Organisation und Kommunikation sind wichtig.

Foto: Alan Bianchi

Aus diesem Grund hat die Landesleitung der Südtiroler Berg- und Höhlenrettung des CNSAS eine Großübung namens „ISAK“ organisiert und läuft seit samstag 10 Uhr.  „Je öfter solche Einsätze geübt werden, desto besser funktioniert die Rettungskette im Ernstfall“, so Giorgio Gajer, Präsident der Südtiroler Berg- und Höhlenrettung. Jede Zivilschutzkraft, wie die Feuerwehr, die Wasserrettung und der Zivilschutz selbst, so wie auch die verschiedenen Ordnungskräfte, hätten alle ihre besondere Rolle, aber auch ihre Eigenheiten. Das Zusammenspiel müsse geübt werden.

200 Einsatzkräfte, 13 beteiligte Organisationen

Neben Bergrettung, Hundestaffel, Wasserrettung, Höhlenrettung, Weissem und Rotem Kreuz, Freiwilliger Feuerwehr, Gruppe Goer, Landesnotrufzentrale, Heli Flugrettung, Bergrettung der Finanzwache ist das Verteidigungsministerium mit den Hubschraubern der Finanzwache von Bozen und des 4. Luftwaffenregimentes Altair beteiligt. Besonders hervorzuheben ist die Teilnahme einer 30-köpfigen Bergrettungsmannschaft aus dem Veneto, mit der eine lange Tradition der Zusammenarbeit in der Ausbildung der Suchtechniker besteht.

Insgesamt werden etwa 200 Einsatzkräfte erwartet. Die Landesagentur für Zivilschutz unterstützt ISAK mit Logistik und Verpflegung. Alle Aktionen finden unter der Supervision des Bürgermeisters von Natz Schabs, Überbacher Alexander, in seiner Funktion als Zivilschutzverantwortlichem seiner Gemeinde, statt. Die Übung begann am Samstag um 10 Uhr und endet am Sonntag, 12. Mai am frühen Nachmittag.

STOL ist ebenfalls vor Ort.

stol

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