Priska Garbin, die Verantwortliche der Antidiskriminierungsstelle des Landes, hat am Mittwochvormittag den Tätigkeitsbericht 2025 vorgestellt. Die Stelle hat im Vorjahr 255 Kontakte und 200 Beratungs- und Interventionsfälle verzeichnet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von 61 Fällen. <BR /><BR />Ethnische Zugehörigkeit und Behinderungen sind die häufigsten Ursachen für Diskriminierungen. Die Zahlen zeigen Garbin zufolge deutlich: Immer mehr Menschen sind von Diskriminierung betroffen oder wissen um ihre Rechte und suchen Unterstützung. <BR /><BR /><i>Bevor Sie weiterlesen, stimmen Sie ab bei unserer Frage des Tages!<BR /><BR /> <div class="embed-box"><div data-pinpoll-id="788981" data-version="v2"></div></div> <BR /><BR /></i><BR />Die Rechtsberatung und Begleitung in den 200 genannten Fällen führten zu Interventionen oder Mediationen. Ziel ist es, rechtswidrige Diskriminierungen sichtbar zu machen, bestehende Benachteiligungen zu beenden und nachhaltige Lösungen zu fördern. Die meisten Anfragen betrafen, so Garbin, Diskriminierungen aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit: „Die gemeldeten Fälle berührten zentrale Lebensbereiche des Alltags, darunter Benachteiligungen auf dem Wohnungsmarkt, Probleme bei Behördengängen und im Meldeamt sowie Hasskommentare und rassistische Inhalte in sozialen Medien.“ <BR /><BR />Unmittelbar danach folgen Meldungen aufgrund von Behinderungen. „Ein Schwerpunkt der Arbeit betraf die Beseitigung architektonischer Barrieren und die Durchsetzung der Barrierefreiheit. Barrierefreiheit ist kein freiwilliger Service, sondern eine rechtliche Verpflichtung“, unterstrich Garbin. Besonderes Augenmerk galt auch Benachteiligungen aufgrund von nicht sichtbaren Behinderungen, etwa chronischen Erkrankungen wie Long Covid, ME/CFS oder psychischen Erkrankungen. <BR /><BR />„Betroffene berichten häufig davon, dass ihre Einschränkungen nicht ernst genommen oder gar in Frage gestellt werden“, erklärte die Verantwortliche der Antidiskriminierungsstelle. Ein weiterer Tätigkeitsbereich waren Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität. <BR /><BR />„Die Entwicklung der Fallzahlen macht deutlich, dass Diskriminierung viele unterschiedliche Lebensbereiche betrifft. Umso wichtiger ist es, Betroffene zu unterstützen und das Bewusstsein für Gleichbehandlung und Respekt in der Gesellschaft weiter zu stärken“, so Garbin.