Samstag, 01. Oktober 2016

20.000 Südtiroler leiden an Depressionen

Fast jeder Fünfte entwickelt im Laufe seines Lebens eine behandlungsbedürftige Depression; zur Zeit dürften etwa 20.000 Südtiroler darunter leiden. Alarmierend ist, dass ein Drittel aller depressiv Erkrankten keine Hilfe sucht. Am Tag der Depression machen Dr. Josef Schwitzer und Dr. Roger Pycha darauf aufmerksam, dass die Krankheit kein unabwehrbares Schicksal ist.

Badge Local
Foto: © shutterstock

Eines ist für die Primare der Psychiatrischen Dienste von Brixen und Bruneck sicher: „Es gibt keine andere Erkrankung, die so viel Leidensdruck und subjektiven Schmerz verursachen kann wie eine Depression.“ Und laut der Weltgesundheitsorganisation WHO ist sie jene Volkskrankheit, die der Menschen am meisten gesunde Lebensjahre raubt.

Handlungsbedarf sieht Dr. Pycha auch aufgrund der Tatsachen, dass ein Drittel aller depressiv Erkrankten keine Hilfe sucht, und dass nur die Hälfte aller depressiven Patienten von Ärzten als solche erkannt und richtig behandelt werden. „Aufklärung der Bevölkerung, Schulung der Fachleute und Stärkung der Selbsthilfe“, nennt er als Handlungsfelder. Denn Depression sei eine häufige, ernst zu nehmende Erkrankung, die heute sehr gut und erfolgreich behandelt werden könne.

____________________________________________________________________________

Woran man eine Depression erkennt und wie sie behandelt werden kann, erklären die Primare in der Wochenendausgabe des Tagblatts Dolomiten.

stol