Freitag, 14. August 2015

2015 schon fast eine Viertelmillion Bootsflüchtlinge in Europa

Fast ein Viertelmillion Menschen sind seit Jahresbeginn über das Mittelmeer nach Europa geflohen. Bereits jetzt seien mehr Bootsflüchtlinge in Griechenland, Italien, Spanien, Malta und anderen europäischen Ländern angekommen als im gesamten Jahr 2014, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf mit.

Archivbild
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Nahezu täglich würden im Sommer rund 1000 Migranten vor den Küsten Italiens und Griechenlands an Land gehen – meist mit Hilfe von Rettungskräften.

Etwa 2300 Flüchtlinge kamen laut IOM seit Jahresbeginn im Mittelmeer ums Leben. „Die Lage im Mittelmeer ist zutiefst besorgniserregend“, sagte IOM-Generaldirektor William Lacy Swing laut einer Mitteilung. „Obwohl es in jüngster Zeit Fortschritte gab – darunter die Verstärkung der EU-Rettungsoperation Triton – muss mehr getan werden, um angemessene Hilfe für diese verzweifelten Menschen zu leisten, die ihr Leben in die Hände skrupelloser Menschenschmuggler legen.“

Die meisten Mittelmeer-Flüchtlinge seien via Libyen aus Eritrea gekommen (25 567), gefolgt von Menschen aus Nigeria (11 899), Somalia (7538), dem Sudan (5658), Syrien (5495) und weiteren Ländern. Aus dem Bürgerkriegsland Syrien würden inzwischen mehr Flüchtlinge auf dem Landweg über die Türkei in die EU kommen als über das Meer.

apa/dpa

stol