Freitag, 04. Dezember 2020

2019 mehr einvernehmliche Trennungen

Die gute Nachricht: 2019 gab es mehr einvernehmliche Trennungen als im Vorjahr. Das heißt aber nicht, dass weniger gestritten würde: 64 Prozent aller Scheidungen landeten vor Gericht.

Etwa eine von 3 Ehen geht in die Brüche. Im Schnitt hielten die gescheiterten Ehen 15 Jahre. Das ergeben die Daten des Landesinstituts für Statistik (Astat).
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Etwa eine von 3 Ehen geht in die Brüche. Im Schnitt hielten die gescheiterten Ehen 15 Jahre. Das ergeben die Daten des Landesinstituts für Statistik (Astat). - Foto: © shutterstock
Die neuesten Zahlen zu Trennungen und Scheidungen in Südtirol hat das Landesstatistikinstitut Astat vorgestellt.

Im Jahr 2019 wurden in Südtirol 655 Ehen getrennt, 3 Prozent mehr als im Vorjahr. 135 der gesamten Trennungen werden im Standesamt und 520 bei Gericht beantragt. Die Trennungsrate beträgt
12,3 je 10.000 Einwohner. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Trennungen bei Gericht um 5,9 Prozent zugenommen, darunter vor allem jene, die einvernehmlich beantragt wurden (plus 12,5 Prozent); der Anteil der strittigen Trennungen hat hingegen um 8,4 Prozent abgenommen. Die standesamtlichen Trennungen verzeichnen ein Minus von 6,9 Prozent.

Die Zahl der Scheidungen ist nach dem Spitzenwert von 875 im Jahr 2016 auf 689 Scheidungen im Jahr 2019 gesunken (minus 21,3 Prozent). Fast 2 Drittel der Scheidungen (441) erfolgten vor Gericht, 248 Ehen wurden vor dem Standesbeamten gelöst.

Im Vergleich zum Vorjahr haben die Scheidungen bei Gericht um 3 Prozent zugenommen, die standesamtlichen hingegen um 4,2 Prozent abgenommen.

Trotz eines Gesetzesdekretes aus dem Jahr 2014, das die Entlastung der Gerichte zum Ziel hatte, machen die Scheidungen bei Gericht immer noch 64 Prozent aller Scheidungen aus. Die Scheidungsrate beträgt 12,9 Scheidungen je 10.000 Einwohner.

stol

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