Donnerstag, 22. April 2021

2020 wärmstes Jahr in Europa seit Beginn der Aufzeichnungen

Der Klimawandel macht keine Pause: Das vergangene Jahr war für Europa das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Das teilte der europäische Klimawandeldienst Copernicus (C3S) in seinem European State of the Climate Report am Donnerstag in London mit.

Noch nie lag die Durchschnittstemperatur eines Jahres in Europa höher als 2020.
Noch nie lag die Durchschnittstemperatur eines Jahres in Europa höher als 2020. - Foto: © Shutterstock / shutterstock
Auch wenn es im vergangenen Sommer weniger extreme Hitzewellen gab als in den vorherigen Jahren, stieg der Temperaturdurchschnitt insgesamt.

Herbst und Winter waren auf dem europäischen Kontinent nie wärmer als im Jahr 2020. Der Winter lag sogar um 3,4 Grad Celsius über dem Durchschnitt der 3 Jahrzehnte von 1980 und 2010. Besonders warm war es im Nordosten Europas.

C3S-Direktor Carlo Buontempo mahnte zur Eile im Kampf gegen die Klimaerwärmung: „Wir müssen unsere Bemühungen beschleunigen, um zukünftige Risiken zu minimieren“, erklärte er.

Auch global zeigt die Temperaturkurve nach oben

2020 war laut dem Bericht weltweit eines der 3 wärmsten aller bisher erfassten Jahre. Besonders besorgniserregend schreitet die Erwärmung in der sibirischen Arktis voran. Dort lagen die Temperaturen teilweise 6 Grad höher als im Referenzzeitraum. Der weltweite 5-Jahres-Durchschnitt hat demnach mit 1,2 Grad über dem vorindustriellen Wert von 1850 bis 1900 einen neuen Höchststand erreicht.

Der Klimawandeldienst der EU erstellt monatlich Berichte über die Lufttemperatur, das Meereis und den Wasserkreislauf. Er stützt sich auf Daten von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen rund um den Globus sowie Modellrechnungen.

dpa

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