Wie das gesamtstaatliche Statistikinstitut ISTAT erhoben hat, ereigneten sich auch 2025 die meisten Verkehrsunfälle in Ortskernen und Städten: In Südtirol waren es 1.034 von insgesamt 1.794 Unfällen mit 1.252 Verletzten. Dass es innerorts so oft kracht, ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. <BR /><BR />Zum einen herrscht dort Mischverkehr – also Autos, Motorräder, Fahrräder, Scooter, E-Roller, Fußgänger. Zum anderen unterschätzen viele Autofahrer gerade auf kurzen Distanzen die Gefahr – nicht zuletzt, weil „man im Ortskern ja eh nicht schnell fährt“, so das Credo vieler. <BR /><BR />Doch das ist ein Denkfehler, der fatale Folgen haben kann. Laut ADAC beträgt der normale Bremsweg bei 50 km/h ganze 25 Meter. Bei einer Gefahrenbremsung bzw. Vollbremsung halbiert er sich auf 12,5 Meter. Doch der gesamte Anhalteweg – er errechnet sich aus Reaktionszeit und Bremsweg – liegt bei 40 Metern.<BR /><BR />Hinzu kommt, dass Ablenkung neben Trunkenheit am Steuer nachweislich die häufigste Unfallursache ist. Reagiert man also nicht gleich, braucht man bei Tempo 50 nur zwei Sekunden, um rund 30 Meter zurückzulegen. Wenn man während dieser Zeit also nicht auf die Straße schaut, ist es so, als würde man mit verbundenen Augen fahren. <BR /><BR />Auf der Autobahn ereigneten sich in Südtirol im Vorjahr 86 Verkehrsunfälle mit neun Toten und 148 Verletzten. Auf außerstädtischen Verkehrswegen bzw. Landesstraßen krachte es 674 Mal, auf diesen Straßen waren auch die meisten Todesopfer – nämlich 18 – zu beklagen. <BR /><BR />Im Jahr 2025 wurden hierzulande bei Verkehrsunfällen insgesamt 2.370 Personen verletzt – 887 Frauen und 1.483 Männer. Die meisten Lenker und Lenkerinnen, die den Unfall nicht überlebten, waren im Alter zwischen 21 und 24 Jahren und über 65 Jahre alt. Die meisten verletzten Lenker und Lenkerinnen gehörten hingegen der Altersklasse zwischen 30 und 44 Jahren an. <BR /><BR />In 1.066 Verkehrsunfällen waren zwei Fahrzeuge verwickelt, in 122 drei und in 561 Fällen war kein weiteres Fahrzeug beteiligt. Bei den Beifahrern waren die meisten Todesopfer im Alter zwischen 18 und 20 Jahren, die meisten verletzten Beifahrer fielen in die Altersklassen von 30 bis 44 Jahre und über 65.<BR /><BR />Zwei Fußgänger – eine Frau und ein Mann – haben 2025 auf Südtirols Straßen ihr Leben verloren. Verletzt wurden insgesamt 116 Frauen und 84 Männer, davon 35 Minderjährige. Die meisten angefahrenen und verletzten Fußgänger (54) waren älter als 65 Jahre. <BR /><BR />In diesen Tagen stöhnt Südtirol unter der vierten Hitzewelle dieses Sommers. Da heißt es im Straßenverkehr besonders aufpassen, weil die Konzentrationsfähigkeit bei hohen Temperaturen nachlässt. Das wissen nicht nur Mediziner, es wird auch durch die Statistik belegt. Im Jahr 2025 ereigneten sich die meisten Verkehrsunfälle in Südtirol in den heißesten Monaten: 210 im August, 202 im Juni und 192 im Juli.