Das Schlusslicht bildet die Meraner Strecke mit 13,11 Prozent Verspätungen bei Trenitalia und 14, 6 Prozent bei SAD-Zügen. Ausgesprochen pünktlich ging es dabei auf der Pustertaler Strecke zu: Nur knapp zwei Prozent der Fahrten hatten Verspätung. <BR /><BR />Nicht erst die verärgerten Rückmeldungen der Leser zum Verkehrschaos vom vergangenen Mittwoch, als zusätzlich zum Stau auf der MeBo auch noch ein Zugausfall auf der Meraner Strecke ausgerechnet zur morgendlichen Rush Hour hinuzukam, zeigen: Als Zugfahrer braucht man in Südtirol Geduld und starke Nerven. „Es gibt praktisch keine Woche mehr, in der alle Züge regulär verkehren“, hatte etwa Hubert Kröss für die Meraner Strecke verärgert mitgeteilt.<h3> Schwarz auf Weiß und offiziell hat nun Landesrat Alfreider Zahlen für das vergangene Jahr geliefert:</h3>Für Trenitalia wurden demnach insgesamt 54.131 Fahrten durchgeführt, wobei der durchschnittliche prozentuale Anteil der Fahrten mit einer Verspätung von über fünf Minuten 12,4 Prozent betrug. Im Einzelnen: Auf der Strecke Bozen–Franzensfeste wurden 12.362 Fahrten durchgeführt, durchschnittlicher Anteil der Verspätungen 12,19 Prozent. <BR /><BR />Auf der Strecke Franzensfeste–Brenner wurden 9.704 Fahrten durchgeführt, Verspätungen: 12,22 Prozent. Auf der Strecke Bozen–Trient waren von 19.193 Fahrten 12,08 Prozent verspätet, auf der Meraner Strecke wurden 12.872 Fahrten durchgeführt:13,11 Prozent mit Verspätung. Für die SAD AG wurden insgesamt 32.161 Fahrten durchgeführt – mit einer durchschnittlichen Verspätung von 11,28 Prozent der Fahrten. <BR /><BR />Im Einzelnen: Auf der Strecke Bozen–Franzensfeste: 4.016 Fahrten, 12,88 Prozent Verspätung; Franzensfeste–Brenner: 3.987 Fahrten, 12,76 Prozent Verspätung; Bozen–Trient: 679 Fahrten, 14,34 Prozent Verspätung; Meraner Strecke: 4.672 Fahrten, 14,60 Prozent Verspätung und auf der Pustertaler Strecke wurden 18.807 Fahrten durchgeführt – mit knapp zwei Prozent Verspätung. <BR /><BR />Die Zahlen sagen allerdings nicht aus über die durchschnittliche oder gar maximale Verspätung. In der Statistik wird alles über fünf Minuten als Verspätung gelistet. Pendler wissen: Gerade auf der Meraner Strecke können Verspätungen locker auch mal 30 Minuten oder gar eine Stunde betragen. Zugausfälle wie vergangenen Mittwoch kommen hinzu. <BR /><BR /> „Längere Verspätungen sind besonders ärgerlich, aber auch bei nur ein paar Minuten Verspätungen können verpasste Anschlüsse zum Problem werden“, findet Rohrer.- Für sie ist – mit Fokus auf die Meraner Strecke – klar: „Diese Verspätungen und Ausfälle sind ein strukturelles Problem.