Sonntag, 15. Dezember 2019

22 Tote nach Miliz-Angriff im Ebola-Gebiet im Ost-Kongo

In dem von einer Ebola-Epidemie geplagten Ost-Kongo hat eine Miliz Behördenangaben zufolge mindestens 22 Menschen getötet. Der Angriff erfolgte demnach am Samstagabend im Dorf Ndombi.

Im Ost-Kongo sind 22 Tote bei einem Angriff gestorben.
Im Ost-Kongo sind 22 Tote bei einem Angriff gestorben. - Foto: © shutterstock

Menschenrechtler machten die radikal-islamische ADF für die Attacke verantwortlich. Nach Angaben der lokalen Menschenrechtsorganisation CEPADHO starben seit Oktober mehr als 150 Menschen bei Angriffen von Milizen.


Die Region ist seit Jahren instabil. Schätzungen zufolge sind rund 160 bewaffnete Gruppen mit mehr als 20.000 Kämpfern dort aktiv. Den meisten geht es um die Kontrolle wertvoller Bodenschätze.


Die Streitkräfte haben jüngst eine Militäroperation in der Region gestartet. In den vergangenen Wochen haben Bürger von Beni und anderen Städten zudem immer wieder gegen die andauernde Unsicherheit demonstriert, bei einem Protest wurde ein UNO-Stützpunkt angegriffen.


Seit mehr als einem Jahr wütet Ebola im Ost-Kongo. Die Seuche ist vor allem wegen der instabilen Situation schwer in den Griff zu bekommen.

Mit Stand Anfang Dezember haben sich nach Angaben der kongolesischen Behörden mehr als 3.300 Menschen infiziert, fast 2.200 Menschen sind gestorben.

apa