Damit sind alle zwölf Patienten, die nach dem Feuer in die lombardische Hauptstadt gebracht worden waren, endlich wieder zu Hause.<BR /><BR />Die Nachricht verkündete Guido Bertolaso, Gesundheitsminister der Region Lombardei. Er sprach von einem „wunderschönen Traum“, der ausgerechnet in den Tagen der Sternschnuppen Wirklichkeit geworden sei. Francesca war die letzte der zwölf Patienten, die noch in Mailand behandelt wurden. Im Juni hatte sie ihren 17. Geburtstag im Niguarda-Krankenhaus gefeiert.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1347003_image" /></div> <BR /><h3> Mehr als 50 Operationen und Tausende Stunden Behandlung</h3><BR />Für die Jugendlichen war es ein langer und schwieriger Weg, der in jener Silvesternacht im Lokal Constellation in Crans-Montana begann. In Mailand waren in den ersten Tagen des Notfalls gleichzeitig mehr als 100 Menschen beteiligt – darunter Ärzte, Pflegekräfte, Techniker und Verwaltungsmitarbeiter.<BR /><BR />Die Patienten waren mit Hubschraubern der regionalen Rettungsorganisation Areu nach Mailand gebracht und im Niguarda aufgenommen worden, wo Notaufnahme und Intensivstation zunächst für ihre Stabilisierung sorgten. Anschließend übernahm das Brandverletztenzentrum die spezialisierte Behandlung, während die Gewebebank mehr als 25.000 Quadratzentimeter Haut zur Verfügung stellte. Auch Fachleute aus der Pneumologie, der Infektiologie, der Plastischen Chirurgie, der Rehabilitation sowie der Kinder- und Jugendneuropsychiatrie waren an der Behandlung beteiligt.<BR /><BR />Die Zahlen vermitteln nur teilweise die Komplexität der Arbeit, die in diesen Monaten geleistet wurde: mehr als 50 Operationen, mindestens 30 Verbandswechsel unter Sedierung pro Patient sowie zahlreiche weitere Untersuchungen, Verbandswechsel und Laserbehandlungen.<BR /><BR />„Zahlen, die nur teilweise zeigen, wie viel Arbeit, Fachwissen und vor allem Engagement aufgebracht wurden“, betonte Bertolaso. Er dankte dem Personal des Niguarda, des Policlinico di Milano, der Areu, des lombardischen Gesundheitsdienstes und der Region Lombardei. „Hinter diesen Zahlen stehen Tage und Nächte voller Arbeit, Erschöpfung und Sorge, schwierige Entscheidungen, Aufmerksamkeit für jedes Detail und eine große Nähe zu den Jugendlichen und ihren Familien.“<h3> Für die Jugendlichen ist der Weg der Genesung noch nicht zu Ende</h3>Die Entlassung bedeutet jedoch nicht das Ende der Behandlung. Die bei dem Brand erlittenen Verbrennungen werden noch viel Zeit, Rehabilitation und weitere Eingriffe erfordern.<BR /><BR />Einige der Jugendlichen haben bereits eine handchirurgische Behandlung begonnen, um die durch die Narben beeinträchtigte Beweglichkeit schrittweise wiederherzustellen. Es sind gerade die Hände, mit denen viele von ihnen während des Brandes versucht hatten, sich vor den Flammen zu schützen.<BR /><BR />„Es wird Zeit, Geduld und Kraft brauchen, um das Geschehene hinter sich zu lassen und Schritt für Schritt in den Alltag zurückzukehren“, erklärte Bertolaso.<BR /><BR /><BR />Der Tag von Francescas Entlassung bleibt jedoch auch mit der Erinnerung an jene verbunden, die in jener Nacht nicht gerettet werden konnten. „Wir dürfen keine Sekunde lang vergessen“, schloss Bertolaso, „dass unsere tiefste Anteilnahme auch an diesem Tag den Jugendlichen gilt, die diese Nacht nicht überlebt haben, und ihren Angehörigen.“