Mittwoch, 21. November 2018

23-jährige italienische Helferin in Kenia entführt

In Kenia haben bewaffnete Unbekannte laut Polizei eine italienische Helferin einer Organisation entführt. Eine Gruppe Männer habe am Dienstagabend einen Markt in Chakama im Südosten Kenias nahe der Küste angegriffen, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Silvia Romano. - Foto: Facebook
Silvia Romano. - Foto: Facebook

Sie hätten wahllos auf Menschen geschossen und dabei mindestens fünf Menschen verletzt. Die Angreifer entführten demnach die 23 Jahre alte Silvia Romano, die als Freiwillige für die Organisation Africa Milele Onlus arbeitet.

Die Identitäten der Männer sowie der Grund für den Angriff waren zunächst unklar. Die Polizei versicherte, es werde alles getan, „um die Kriminellen aufzuspüren und das Opfer zu retten“. Der Ort des Angriffs liegt rund 80 Kilometer westlich von Malindi, Watamu und Kilifi, bei Urlaubern beliebte Strandorte.

Wie italienische Medien berichten, sei Romano in Kenia an verschiedenen Hilfsprojekten beteiligt gewesen, im Februar erst habe sie ihren Universitätsabschluss in Mailand gemacht. Die Angehörigen seien schockiert über die Entführung der jungen Frau. Sie würden unverzüglich nach Kenia reisen, hieß es. Die Hilfsorganisation ist ebenfalls tief betroffen und schrieb auf ihrer Webseite: „Es gibt keine Worte, um zu kommentieren, was passiert ist.“

Silvia Romano. - Foto: Facebook

Man gehe davon aus, die Angreifer seien „somalischer Herkunft“, sagte der Polizeichef des Bezirks Kilifi, Fredrick Ochieng. Die Staatsanwaltschaft in Rom vermutet, dass Terroristen hinter der Entführung stecken, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Sie habe Ermittlungen eingeleitet. Kreise des Außenministeriums in Rom bestätigten die Entführung. Es sei eine Kriseneinheit aktiviert worden. 

Der Ort des Angriffs liegt rund 80 Kilometer westlich von Malindi, Watamu und Kilifi, bei Urlaubern beliebte Strandorte. Weiter nördlich entlang der Küste, nahe der Grenze zu Somalia, kommt es immer wieder zu Angriffen, die der somalischen Terrorgruppe Al-Shabaab zugeschrieben werden. Die mit Al-Kaida verbundene Miliz kämpft in Somalia um die Vorherrsc

Weiter nördlich von Malindi, Watamu und Kilifi, entlang der Küste, nahe der Grenze zu Somalia, kommt es immer wieder zu Angriffen, die der somalischen Terrorgruppe Al-Shabaab zugeschrieben werden. Die mit Al-Kaida verbundene Miliz kämpft in Somalia um die Vorherrschaft. Die Extremisten haben auch immer wieder Angriffe oder Anschläge im nahen Kenia ausgeführt.

dpa/stol/vs

stol