Donnerstag, 12. Oktober 2017

2350 Südtiroler erhalten Brief vom Sanitätsbetrieb

In den nächsten Tagen wird der Sanitätsbetrieb 2350 Briefe mit einer Zahlungsaufforderung verschicken. Das Wirtschafts- und Finanzministerium in Rom hat die Eigenerklärungen für die Ticketbefreiungen aus Einkommensgründen überprüft und dabei einige Differenzen festgestellt.

Der Sabes-Brief wird in den nächsten Tagen bei den Betroffenen eingehen.
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Der Sabes-Brief wird in den nächsten Tagen bei den Betroffenen eingehen. - Foto: © D

Wer um eine Ticketbefreiung aus Einkommensgründen ansucht, dessen Daten werden vom Wirtschafts- und Finanzministerium in Rom überprüft. Stellt das Ministerium Abweichungen zwischen Eigenerklärung und Einkommen fest, muss der Sanitätsbetrieb (Sabes) die nicht bezahlten Ticketbeträge sowie eine Verwaltungsstrafe einfordern. Was aktuell der Fall ist.

In den nächsten Tagen erhalten die rund 2350 betroffenen Südtiroler für die Jahre 2014 und 2015 ein Sabes-Schreiben mit der Zahlungsaufforderung für die Differenz bzw. Verwaltungsstrafe. 

Für Rückfragen und Klärungen hat der Sanitätsbetrieb eigene Info-Nummern eingerichtet. Der verantwortliche Abteilungsdirektor Martin Matscher erinnert in einer Aussendung daran, dass die Eigenerklärungen für Ticketbefreiungen aus Einkommensgründen wirtschaftliche Vergünstigungen ermöglichen und deshalb sorgfältig jedes Jahr auszufüllen sind.

Höchstgrenzen bzw. Familienzusammensetzung im Auge behalten

Dass die Daten so lange auf sich warten lassen haben, bedauern Sanitätsbetrieb und Verbraucherzentrale.

Walther Andreaus, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Südtirol, weist darauf hin, dass die Bürger unbedingt ihre Einkommenssituation überprüfen müssen: „Auch wenn z.B. in einem Jahr die Einkommenssituation oder die Familienzusammensetzung eine Ticketbefreiung ermöglicht, kann dies im Jahr darauf anders sein. Die Höchstgrenzen bzw. die diesbezügliche Familienzusammensetzung muss jeder selbst im Auge behalten, damit solche – meist unbeabsichtigte – Falscherklärungen nicht mehr vorkommen.“

Je schneller die Strafe bezahlt werde, desto geringer falle sie aus.

stol

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Für Informationen wurden folgende Info-Hotlines eingerichtet: Bozen (Tel. 0471 909159), Brixen (Tel. 0472 813640), Meran (Tel. 0473 496703), Bruneck (Tel. 0474 586502) Email: [email protected]

stol