Freitag, 23. April 2021

24 Bärenjunge kamen im vergangenen Jahr im Trentino zur Welt

24 Bärenjunge sind 2020 im Trentino in Italien zur Welt gekommen. 2 Junge wurden tot aufgefunden. Damit steigt die Zahl der Exemplare in der autonomen Provinz auf rund 100, teilten die Regionalbehörden am Freitag mit. Im Trentino waren die Raubtiere im Rahmen eines Schutzprogramms extra wieder neu angesiedelt worden.

Im Trentino wird die Bärenpopulation größer.
Im Trentino wird die Bärenpopulation größer. - Foto: © EPA
Die Bären vermehrten sich erfolgreich. Jedoch sorgen sie auch für Diskussionen: So hatte Ende August der Bär M49 in einem Bergdorf einen Carabiniere angegriffen und verletzt, so dass dieser im Krankenhaus behandelt werden musste.

Derartige Vorfälle führten wiederholt zu Abschuss-Debatten zwischen Behörden, Bewohnern und Tierschützern. Die Provinz Trient zahlte für das Jahr 2020 insgesamt mehr als 227.000 Euro an Entschädigungen für Schäden, die durch Bären (rund 152.000 Euro) und Wölfe (mehr als 74.000 Euro) verursacht wurden.

Dabei wurden 380 Schadensfälle berücksichtigt, davon 279 durch Bären und 101 durch Wölfe, geht aus dem Jahresbericht über Großraubtiere hervor, der vom Forst- und Wildtierdienst der Provinz erstellt wurde. Allein der Problembär M49 verursachte – nach Schätzungen der Gutachter – einen Schaden von mehr als 14.000 Euro.

Die Zahl der Braunbären im Trentino wird sich in den nächsten Jahren verdoppeln, geht aus einem Bericht des Forschungszentrums ISPRA hervor. Die Erlegung von „Problembären“ könnte zur Notwendigkeit werden, hießt es darin. In den vergangenen 20 Jahren wurden 19 Bären als problematisch für das Zusammenleben mit der Bevölkerung eingestuft.

ansa