Samstag, 22. Juni 2019

24-stündige Großübung im Martelltal

Von Freitag auf Samstag hat im Biathlonzentrum in Hintermartell eine 24-Stunden-Großübung der Rettungsorganisationen stattgefunden. Angenommen wurde dabei ein schweres Unwetter mit mehreren Murenabgängen und einer teilweisen Evakuierung des Tales.

Großes Augenmerk wurde bei der Übung auch auf die koordinierte Einsatzleitung, das Zusammenwirken der verschiedenen Rettungsorganisationen und den organisierten Ablauf nach vorgegebenen MANV-Schema (Massenanfall von Verletzten) gelegt.
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Großes Augenmerk wurde bei der Übung auch auf die koordinierte Einsatzleitung, das Zusammenwirken der verschiedenen Rettungsorganisationen und den organisierten Ablauf nach vorgegebenen MANV-Schema (Massenanfall von Verletzten) gelegt.

Für die Übung wurde folgendes Szenario angenommen:

Es regnet über mehrere Tage in Strömen und die getränkten Berghänge geraten ins Rutschen. Die einberufene Gemeindeleitstelle entscheidet Teile des Tales zu evakuieren und die Bevölkerung in Sicherheit zu bringen. Zu den kritischen Wetterverhältnissen reihen sich auch noch eine Reihe von weiteren Unfallszenarien, wie ein Blitzeinschlag, Steinlawinen und Verkehrsunfälle mit schwerverletzten Personen. 

Außerdem werden ganze Personengruppen vermisst. Hier treffen sich stündlich die Einsatzleiter der verschiedenen Rettungsorganisationen und tauschen sich aus. Wanderwege werden umgehend gesperrt und abgesucht, Hütten und Hotels evakuiert, Rettungseinsätze gefahren und Suchmannschaften beordert. Um einen koordinierten Ablauf des Großeinsatzes zu ermöglichen, wird ein Lagezentrum eingerichtet. 

Organisiert wurde die Übung vom Landesrettungsverein Weißes Kreuz in Zusammenarbeit mit dem Bergrettungsdienst Martelltal.

Organisiert wurde die Übung vom Landesrettungsverein Weißes Kreuz in Zusammenarbeit mit dem Bergrettungsdienst Martelltal.

20 Rettungsorganisationen beteiligt

Erst nach 24 Stunden endete die Übung, die Einsatzkräfte zeigten sich erschöpft aber zufrieden. Beteiligt waren daran insgesamt 20 Rettungsorganisationen aus Südtirol, der Lombardei und Deutschland.

Ein besonderer Schwerpunkt der Übung bildete die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Großschadensereignissen. So war im Martelltal auch der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes (Landkreis Aalen) sowie das Croce Blu aus der Region Lombardei zugegen.

Etwa 280 Personen des Weißen Kreuzes, des Zivilschutz, der Bergrettung, der Notfallseelsorge, der Freiwilligen Feuerwehr, der Finanzwache sowie der Einheiten der Carabinieri und Ortspolizei waren im Einsatz.

stol