Mittwoch, 14. Oktober 2015

25 Jahre für die Chancengleichheit: Baum beginnt Früchte zu tragen

Der Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Als "Symbol für die vielfältigen Arbeiten der Frauen und für ihren steten Einsatz für gesellschaftliches Wachstum" haben die Frauen am Mittwoch in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff eine Seidenakazie gepflanzt.

"Ein Stück Südtiroler Frauengeschichte fest in Südtiroler Boden eingepflanzt" hat der Landesbeirat für Chancengleichheit am Mittwoch in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff. - Foto: Foto: LPA/Maria Pichler
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"Ein Stück Südtiroler Frauengeschichte fest in Südtiroler Boden eingepflanzt" hat der Landesbeirat für Chancengleichheit am Mittwoch in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff. - Foto: Foto: LPA/Maria Pichler

"Wir wollen das Ergebnis von 25 Jahren Arbeit für die Chancengleichheit in Südtirol in die Erde pflanzen", betonte die Präsidentin des Landesbeirates Ulrike Oberhammer. Der Baum sei Symbol für die Arbeit, die teilweise erst jetzt ihre Früchte trage.

 

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"Ein Stück Südtiroler Frauengeschichte fest in Südtiroler Boden eingepflanzt" hat der Landesbeirat für Chancengleichheit am Mittwoch in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff. 

"Wir setzen kein kleines Bäumchen, sondern einen Baum der bereits einiges gewohnt ist und dem Wetter standhalten kann", so Oberhammer. Der Baum werde Wurzeln schlagen, blühen und neue Äste bringen, die für die neuen Aufgaben und Herausforderungen wie etwa das Bild der Frau in den Medien und die Gendermedizin stehen.

"Abgesehen von ihrer poetischen Schönheit und symbolischen Bedeutung dieser wunderschönen Seidenakazie stellt das Pflanzen dieses Baumes einen Fixpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft dar: Es erinnert an die Arbeit der vergangenen 25 Jahre und wird den Einsatz der Frauen in den nächsten Jahren begleiten", so Vizepräsidentin Franca Toffol.

Für Gerechtigkeit einsetzten 

"Wir pflanzen einen Baum, weil wir an die Zukunft der Chancengleichheit in Südtirol glauben", unterstrich Landesrätin Martha Stocker bei der Medienkonferenz. Die Landesrätin für Chancengleichheit erinnerte an die Meilensteine in der Geschichte des Landesbeirates. "Viele Initiativen konnten nur verwirklicht werden, weil viele Frauen dahinter standen und etwas voranbringen wollten", dankte Stocker all jenen, die sich in Vergangenheit für Gerechtigkeit eingesetzt haben und einsetzen.

Seidenakazie steht in den Waldgärten

Die Seidenakazie des Landesbeirates für Chancengleichheit ist in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff an einem Platz in den Waldgärten gepflanzt worden, wo zahlreiche Besucher ihren Gartenrundgang beginnen und somit zukünftig den Baum mit seinen filigranen Blättern und Blüten bewundern können.

"Der Baum wurde ursprünglich von Adeligen aus Florenz von Asien nach Europa eingeführt", erklärte die Kuratorin der Gärten Karin Kompatscher. "Die rosaroten, seidenartigen Blütenbüschel geben dem Baum seinen Namen", so Kompatscher, die dem Baum und den Frauen starke Wurzeln, reiche Blüte und viele Früchte wünschte.

Tag für die Chancengleichheit ab 2016

"Mit dem Baum und einem jährlichen Tag für die Chancengleichheit ab 2016 werden auch die Gärten von Schloss Trauttmansdorff ein Zeichen für die Chancengleichheit setzen", erklärte die Leiterin der Abteilung Marketing und Unternehmensstrategie der Gärten von Schloss Trauttmansdorff Heike Platter.

Die Südtiroler Frauenorganisationen, die in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten gemeinsam mit dem Beirat für Chancengleichheit für die Gleichstellung von Frauen gearbeitet hatten, waren im Vorfeld der Baumpflanzung dazu aufgerufen worden, Gedanken und Glückwünsche an den Baum einzureichen.

Eine Jury hat die besten Texte ausgewählt, welche anlässlich der Feier in Schloss Trauttmansdorff vorgetragen wurden.

stol/lpa

stol