Vor 25 Jahren fielen die Schlagbäume an den Grenzen. Dieses schöne Jubiläum wurde am Wochenende am Brenner ganz groß gefeiert – mit viel Politprominenz und allerhand sonstigem Pomp. Aber auch am Reschen wurde die Durchlässigkeit der Grenze gefeiert. Immerhin war damit auch für die vielen Grenzpendler und -pendlerinnen oder für die vielen Studenten das Überqueren der Grenze einfacher.<BR /><BR />Die Feier im ehemaligen Zollgebäude war nicht offizieller Natur – es war eine Gruppe um den Grauner Ex-Bürgermeister Albrecht Plangger, welche sie organisiert hatte. Das Ziel war, an den historischen Tag zu erinnern, erklärte Plangger am Samstagvormittag. Und bei dieser Gelegenheit wollte man auch gleich ein paar Würste essen und ein paar Gläschen trinken.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="882449_image" /></div> <BR /><BR />Mehrere Dutzend Personen waren im Verlauf des späten Vormittags eingetrudelt, um dann gemeinsam zurückzublicken. Bürger und Bürgerinnen vom Dorf Reschen waren darunter bzw. ehemalige Zollbeamte, Ex-Carabinieri, Ex-Finanzer usw. Es waren also Personen eingeladen worden, die irgendwie mit der Grenze zu tun hatten. <BR /><BR />4 von ihnen erinnerten sich dann an die eine und andere Begebenheit: Neben Albrecht Plangger waren es die beiden ehemaligen Staatsbeamten Hubert Joos und Renato Canevarolo sowie der Nauderer Ex-Bürgermeister Hermann Klapeer. Über dessen Erscheinen freute sich Plangger sehr, denn man habe stets gut zusammengearbeitet – auch über den einstigen Schlagbaum hinweg. Klapeer wiederum konnte dies nur bestätigen. Er war froh, dass die alten Grenzbalken gefallen waren und alle hofften, dass die Zusammenarbeit in Europa weiter ausgebaut wird.<BR /><BR />Apropos Schlagbaum: Ein solcher sei unerklärlicherweise verschwunden, bemerkte Albrecht Plangger. Sollte ihn jemand bei sich zu Hause oder in einem Stadel aufbewahren, sei dieser Jemand gebeten, das historische Stück für z. B. eine öffentliche Ausstellung zur Verfügung zu stellen.